1997 Das Land erlebt eine besonders gute Regenzeit.
Namibia erfüllt immer noch die Rolle eines klassischen afrikanischen Rohstofflieferanten. Nach der Unabhängigkeit hat sich Namibias Wirtschaftsstruktur verbessert, aber seine traditionellen Rohstoffexporte wie Diamanten und andere Erze, Fisch und Rindfleisch dominieren immer noch. Ein geringer Fortschritt wurde in der Fertigung von Industriegütern erzielt: Sie wuchsen von 13,1% im Jahre 1981 auf 27,5% 16 Jahre später. Das ist allerdings weniger als die Spitzenproduktion von 30% in den Jahren 1992 bis 1994. Die Wertzuwachsproduktion hat von 63% im Jahre 1981 auf 76% im Jahre 1997 zugenommen.
Die kürzlich herausgegebene Grundsatzerklärung "Policy and Programme on Small Business Development" unterstützt die vitale Rolle, die der "Small and Medium Enterprises Development (SME)"-Sektor in der Durchführung der Wirtschaftsziele der Regierung in der Verwirklichung von Wirtschaftswachstum, Arbeitsbeschaffung, Armutsbekämpfung und der Beseitigung der Ungleichheit zwischen den zwei Namibias (Erste- und Dritte-Welt-Namibia) spielen kann.
Der Landwirtschaftssektor spielt eine gewichtige Rolle im namibischen Export. Die Exportquoten stiegen von 15% im Jahre 1990 auf einen Spitzenwert von 19% im Jahre 1996. Der Export von Rindern und Fleischprodukten verkörpert mehr als 70% der Landwirtschaftsexporte seit 1990.
Es gibt seit der Unabhängigkeit auf vielen Gebieten bemerkenswerte Errungenschaften: So hat sich bei Erwachsenen die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben seit 1990 von 40% auf 80% verdoppelt, und weitere Verbesserungen auf dem Erziehungssektor können dank der Bildungspolitik der Regierung erwartet werden. Diese Errungenschaften werden allerdings durch die bedrohliche HIV-Aids-Situation in Gefahr gestellt. Die Lebenserwartung fiel von 56 Jahren (1994) auf 52 Jahre (1997).
Die National Labour Force Survey (NLFS) stellt fest, dass die Arbeitslosigkeit im strengen Sinne von 19,4% im Jahre 1993/94 auf 19.9% 1997 und im weiteren Sinne von 32,9% im Jahre 1993/94 auf 38,8% gestiegen ist.
Ovambanderuführer Gerson Hoveka stirbt. Nachfolger wird Sylvanus Hoveka.

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Gemeinschaftsführer der Ovambanderu-Gemeinschaft der Hoveka-Gruppe während eines Treffens mit dem Kabinett-Komitee: Archives of Anticolonial  Resistance and the Liberation Struggle (AACRLS) in Epukiro Pos 3: 28.07.2003
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Gruppenführer Silvanus Hoveka von der Ovambanderu-Gemeinschaft der Hoveka-Gruppe während eines Treffens mit dem Kabinett-Komitee: Archives of Anticolonial  Resistance and the Liberation Struggle (AACRLS) in Epukiro Pos 3: 28.07.2003
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Herero-Tag in Okahandja: Zum Gedächtnis an die Heimkehr des toten Samuel Maharero: 23./26.08.1923: Ovaherero-Führer Silvanus Hoveka: Otjozondjupa Region: 24.08.2003
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Gemeinschaftsführer der Ovambanderu-Gemeinschaft der Hoveka-Gruppe während eines Treffens mit dem Kabinett-Komitee: Archives of Anticolonial  Resistance and the Liberation Struggle (AACRLS) in Epukiro Pos 3: 28.07.2003
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Bischof Kamburona von der Ovambanderu-Gemeinschaft der Hoveka-Gruppe während eines Treffens mit dem Kabinett-Komitee: Archives of Anticolonial  Resistance and the Liberation Struggle (AACRLS) in Epukiro Pos 3: 28.07.2003
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

Januar Der frühere General der südafrikanischen Verteidigungskräfte (SADF) und Chef des chemischen und biologischen Kriegsführungsprogramms der ehemaligen südafrikanischen Apartheids-Regierung, des Project Coast-Projektes, Wouter Basson, wird in Pretoria wegen des Besitzes von Drogen festgenommen. Er sitzt einige Jahre im Gefängnis, ehe er von Richter Willie Hartzenberg am 11.04.2002 von 61 Anklagen von Mord bis Betrug freigesprochen wird. Die meisten ihm zur Last gelegten Verbrechen hat er in Namibia in den Vor-Unabhängigkeitsjahren begangen. Der Außenminister, Theo-Ben Gurirab, versichert, dass die namibische Regierung keinen Stein unangerührt lassen würde, bis Basson der Gerechtigkeit überführt werden würde. Die meisten Verbrechen sollen während der Operation Dual, die die systematische Auslöschung von PLAN-Soldaten vorsah, um so das Problem des überfüllten Fort Rev (nahe Ondangwa), zu lösen, begangen worden sein. Das notorische Folterzentrum wurde kurz vor der Unabhängigkeit zerstört. Heute sieht man nur noch die Fundamente der Verhörbaracken, wo SWAPO-Kader die Wahl hatten, entweder mit den Südafrikanern zusammenzuarbeiten oder ihr eigenes Todesurteil zu unterzeichnen. Hervorgerufen durch formalistische Argumente, ist es bis zum heutigen Zeitpunkt (November 2002) nicht gelungen, Bassons Auslieferung von Südafrika zu erzwingen.
11.01. Der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, macht bekannt, dass der Bau des Straßen-Rehabilitierungsprojektes für die Fernstraße von Otavi nach Otjiwarongo noch vor Ende des Monats beginnen soll.
13.01. Die San-Gemeinschaft der Hai||om in der Etoschapfanne blockiert zwei Zugangsstraßen in das beliebte Touristenzentrum. Die Hai||om wollen mit dieser spektakulären Demonstration ihren Anspruch auf Rückgabe eines Teiles der Etoschapfanne, der von ihren Vorfahren genutzt worden war, anmelden. Die Polizei verhaftet insgesamt 73 der Demonstranten (14.01.). Später werden 11 zu geringen Geldstrafen verurteilt, 62 werden freigesprochen (23.06.).
20.01. Klaus Dierks erklärt, dass Namibias Eisenbahnsystem einer düsteren Zukunft gegenüber stehe, wenn nicht die notwendigen Verbindungen nach Osten und Norden gebaut würden: die Eisenbahnlinie nach Angola von Tsumeb nach Oshikango und die Trans-Kalahari-Eisenbahnlinie von Gobabis nach Botswana. TransNamib betreibt Namibias Eisenbahnnetz effizient, besser als entsprechende Gesellschaften in den meisten Sub-Sahara-Ländern in Afrika. Probleme sind im Managementbereich, bei den strategischen Planungen und bei der Finanztransparenz zu finden. Die Quersubsidien zwischen den Eisenbahnen und der Verlust machenden Luftlinie Air Namibia blutet Namibias Eisenbahnsystem zu Tode. Ein weiteres großes Problem ist der Verkauf von TransNamibs Liegenschaften und rollendem Material. Anfang 1997 hat TransNamib mehr als 50% seiner Lokomotiven verkauft und die guten finanziellen Reserven von vor zehn Jahren aufgebraucht.
23.01. Die SWAPO-Partei unterstützt in einer offiziellen Presseverlautbarung Präsident Sam Nujomas Angriff auf Homosexuelle Dezember im letzten Jahre. Organisationen wie die National Society for Human Rights (NSFHR), das Sister Namibia Collective und das Legal Assistance Centre distanzieren sich davon. Daraufhin wird eine Schutzorganisation, das Rainbow Project, gegründet.
31.01. Das Kabinett kündigt Landenteignungen auf gesetzlicher Grundlage an, und reagiert damit auf den zunehmenden Druck.
Der deutsche Botschafter in Namibia, Hanns Schumacher, und der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikation, Klaus Dierks, eröffnen offiziell den fertiggestellten Bauabschnitt der Trans- Caprivi-Fernstraße 100 km ab Divundu am Okavangofluss. Die deutsche Regierung finanzierte das Projekt mit N$ 72 Millionen. Die wirklichen Kosten betrugen N$ 58,5 Millionen. Der nächste Abschnitt der Trans- Caprivi-Fernstraße von
einem Punkt 100 km östlich von Divundu bis Kongola am Kwandofluss (99 km) befindet sich im Bau. Diese Strecke wird von der Europäischen Union finanziert.

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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (Deutsche Sektion), Km 9 östlich von Divundu, Blick nach Westen, Dezember 2002
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (Deutsche Sektion), Km 15 östlich von Divundu, Blick nach Osten, Dezember 2002
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (Deutsche Sektion), Km 50 östlich von Divundu, Blick nach Westen, Dezember 2002
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (Deutsche Sektion), Km 50 östlich von Divundu, Blick nach Osten, Dezember 2002
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (Deutsche Sektion), Km 60 östlich von Divundu, Blick nach Westen, Dezember 2002
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (Deutsche Sektion), Km 69 östlich von Divundu (Omega-Kreuzung), Blick nach Westen, Dezember 2002
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (EU-Sektion), Km 120 östlich von Divundu, Blick nach Osten, Caprivi-Region, Mai 2003
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (EU-Sektion), Km 140 östlich von Divundu, Blick nach Westen, Caprivi-Region, Mai 2003
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Die Trans-Caprivi-Fernstraße (EU-Sektion), Km 160 östlich von Divundu (40 km westlich von Kongola), Blick nach Westen, Caprivi-Region, Mai 2003
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01./12.02. Die jährliche Konsultativkonferenz der Southern African Development Community (SADC) findet in Windhoek statt.
04.02. Eine Rettungsaktion wird in Frankfurt/Main eingeleitet, um Namibias nationale Luftlinie, Air Namibia, zu retten, die ihrer größten Finanzkrise in ihrer Geschichte mit möglichen Verlusten von 40 Millionen gegenübersteht. Der Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Oskar Valentin Plichta, gibt dem VizeMinister, Klaus Dierks, das Mandat, erneute Verhandlungen mit der deutschen Lufthansa über ein neues Kooperationsabkommen zu beginnen, nachdem Air Namibia unerwarteterweise ein früheres Abkommen vor zwei Jahren beendet hatte. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Lufthansa über den Beschluss des TransNamib-Vorstandes, den gut funktionierenden und für beide Seite profitablen Vertrag abrupt und einseitig zu beenden, im hohen Maße irritiert war. Dierks hat den Auftrag, die Lufthansa zu überreden, konkrete Partnerschaftsvorschläge zwischen den beiden Luftlinien vorzulegen. Die Anzeichen weisen allerdings daraufhin, dass Lufthansa plane, Air Namibias internationale Routen gegen Vergütung zu übernehmen. Das geplante Frankfurt-Treffen kommt nicht zustande, da Lufthansa die Sitzung in letzter Minute wegen einer neuen Privatisierungsgesetzgebung im deutschen Bundestag absagt.
06.02. Ein Satz von vier Briefmarken, die die vorkolonialen Ruinen von ||Khauxa!nas, die 1987 von Klaus Dierks entdeckt worden waren, darstellen, werden von der kommerzialisierten namibischen Postverwaltung NamPost herausgegeben.

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NamPost-Briefmarken der ||Khauxa!nas-Ruinen

12.02. Präsident Sam Nujoma besucht Indien.
14.02. USA-Vize-Präsident, Albert Gore, stattet Namibia einen kurzen Besuch ab.
20.02. Der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, wirbt bei den Mitgliedern der Windhoek Chamber of Commerce and Industries (WCCI), sich in der Entwicklung des Walvisbucht-Korridors zu den Nachbarländern im Norden und Osten zu engagieren. Die Korridorentwicklung formt ein integriertes Verkehrssystem, das den ausgebauten Hafen von Walvisbucht, der als Haupthafen an Afrikas Südwestküste mit den kürzesten Fahrzeiten zu den Häfen Europas und der zwei Amerikas dient, sowie die Trans-Kalahari und Trans-Caprivi-Verbindungen, umfasst.
02./04.03. Der Premier-Minister von Malaysia, Mahathir Bin Mohamad, besucht Namibia.
05.03. Der Finanz-Minister, Nangolo Mbumba, legt den Haushalt für das Jahr 1997/98 vor. Die angenommene jährliche Wachstumsrate wird mit 1,4% berechnet (2,5% für 1996/97). Die Bergbau- und Landwirtschaftsektoren registrieren geringere Steuereinnahmen. Andere Sektoren wie Fischereiwesen, verarbeitende Industrie und das Finanzwesen verzeichnen Steigerungen. Das Hauptproblem für den 1997/98-Haushalt ist nach wie vor der überproportional aufgeblasene öffentliche Dienst. Die Gesamtausgaben werden auf N$ 5 750 Millionen geschätzt, ein Anstieg von 13% gegenüber dem Vorjahre. Das ist wieder mehr als die Inflationsrate von 8,82% für 1996/97. Trotz aller Appelle des Finanzministers, den öffentlichen Dienst zu verringern, stieg die Anzahl der Staatsdiener von 46 600 bei der Unabhängigkeit 1990 auf fast 77 000 Beamte. Die Personalkosten verschligen N$ 2 600 Millionen der laufenden Ausgaben von N$ 4 546 Millionen. Das beinhaltet eine Zunahme von 14% gegnüber dem vergangenen Jahr. Die Konsequenz ist, das eine vorgesehene Gehaltserhöhung für niedrige und mittlere Einkommensgruppen der Beamten erstmals aufgeschoben werden muss. Die höheren Beamten sind durch die neuen Gehaltsskalen der Lohn- und Gehaltskommission (WASCOM) von 1995 gut bedient worden. Die Sektoren Erziehung, Gesundheit und Soziales bekommen wieder den größten Teil des Etats. Das erwartete Defizit von N$ 555 Millionen wird auf 3,7% des BIP geschätzt. N$ 210 Millionen müssen für Zinstilgung bereitgestellt werden (3,6% des totalen Haushalts). Der Kapital-Haushalt von nahezu N$ 1 000 Millionen (17,4% des Brutto-Etats) ist wiederum nicht in der Lage, das Investitionsklima in den produktiven Bereichen der Wirtschaft anzukurbeln.
11.03. Der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, stellt den Straßenentwicklungsplan vor, der im Finanz-Haushalt für das Finanz-Jahr 1997/98 vorgelegt wurde. Der größte Teil (30%) der N$ 716 Millionen geht in verschiedene Straßen-Rehabilitierungs- und in arbeitsintensive Straßenbauprojekte. Die meisten Haushaltsmittel werden in den vier nördlichen Regionen des vormaligen Ovambolandes investiert. Fünf Kleinunternehmer für den Bau von 35 km arbeitsintensiven Straßen wurden bereits unter dem Arbeitsbeschaffungsprogramm ausgebildet. Etwa 300 zusätzliche Arbeitsplätze wurden geschaffen. Dreizehn größere Straßenbauprojekte befinden sich in der Durchführung. Alle diese Projekte werden nach dem ehrgeizigen Straßenbauprogramm vom November 1990 ausgeführt.
18.03. Namibias Luftverkehrssicherheit muss, nach der Ansicht von Klaus Dierks, einer genauen Prüfung unterzogen werden. Obwohl Namibias Luftverkehrssicherheit auf dem gleichen Stand ist wie in den meisten Ländern in der Welt und die Anzahl der Luftverkehrsunglücke seit der Unabhängigkeit gering war (acht Unglücke), muss die Luftverkehrssicherheit verbessert werden. Kürzlich gab es ein ernsthaftes Flugunglück in den Naukluftbergen mit fünf Toten. Um Namibias Flugsicherheitsstatistiken zu verbessern, ist die Hilfe einer renommierten internationalen Flugsicherheitsorganisation angerufen worden. Dierks macht auch die Gründung einer kommerzialisierten Namibia Airports Company für April 1998 bekannt. Nur die acht größten Flughäfen des Landes werdenzu diesem Zeitpunkt kommerzialisiert: Windhoek Hosea Kutako Flughafen, Eros (Windhoek), Rooikop (Walvisbucht), Keetmanshoop, Lüderitzbucht, Ondangwa, Rundu und Katima Mulilo. Die anderen 56 kleineren Flugplätze im Landen sollen zu einem späteren Zeitpunkt in den Kommerzialisierungsprozess eingeschlossen werden. Die Navigationsdienste werden im Augenblick noch nicht kommerzialisiert.
25.03. Sam Nujoma besucht Togo.
In seiner Haushaltsrede vor der National-Versammlung macht der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, bekannt, dass im Zuge des Kommerzialisierungsprozesses das Ministerium von augenblicklich 7 400 Mitarbeitern auf einige hundert reduziert wird (MWTC2000-Projekt). Das neue System der Privatisierung im Straßensektor mache Namibia zu einem Führer auf diesem Gebiet in der Welt. Unter dem MWTC2000-Projekt werden für operationelle Funktionen neue Strukturen entwickelt. Das Departement für Öffentliche Arbeiten soll weitgehend privatisiert werden, so auch die Regierungs-Garage des Ministeriums. Flughäfen und die Navigationsdienste werden genauso wie Namibias Straßensystem reformiert. Die Straßensektorreform beruht auf einem völlig neuartigen organisatorischen Aufbau und einem modernen Straßengebührensystem. Ein gerechtes, kostendeckendes und transparentes Straßengebührensystem wird das Arrangement finanzieren. Die erste Phase dieses Gebührensystems soll am 01.04.1998 eingeführt werden Die Namibia Road Fund Administration (RFA) dient als Regulator und verwaltet den Straßen-Fond, der durch das Straßengebührensystem finanziert wird. Die Namibia Roads Authority (RA) wird für das Management, die Planung und den Entwurf des nationalen Straßennetzes verantwortlich sein. Die Namibia Roads Contractor Company (RCC) wird als privatwirtschaftlicher Betrieb geleitet und wird alle Baukolonnen des Ministeriums für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen übernehmen.
09.04. Präsident Nujoma nimmt an der Tagung der Common Market for Eastern und Southern Africa (COMESA)(gegründet Ende 1993 in Kampala/Uganda), der Nachfolgerorganisation der Preferential Trade Area for Eastern und Southern Africa (PTA), in Lusaka teil.
11.04. Sam Nujoma besucht Luanda in Angola. Leider kann der Konflikt in Namibias nördlichem Nachbarland immer noch nicht beigelegt werden. Nujomas Friedensbemühungen werden durch weitere Besuche vom 15./17.05.  und 23.07. in Angolas Hauptstadt fortgesetzt.
12.04. Mozambiques Premierminister, Pascoal Mocumbi, stattet Namibia einen Besuch ab.
21.04. Präsident Nujoma nimmt an dem Gipfel der Staatsoberhäupter der Southern African Development Community (SADC) in Harare teil.
23.04. Tjongarero, Vorstandsvorsitzender der NBC, stirbt in Windhoek. Sein Nachfolger wird Ben Mulongeni.
04./05.05. Sam Nujoma besucht Kasane in Botswana. Obwohl eine Lösung für den Grenzkonflikt im südlichen Arm des Chobe bei der Insel Kasikili immer noch nicht in Sicht ist, und es entschieden wurde, den Fall dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu übergeben, wird der Konflikt durch einen weiteren Streit um die Insel Situndu zwischen Linyanti (Neu-Linyanti) und Sangwali, bei dem Dorf Batubaya, ausgeweitet.
08.05. Die heutige Arbeitslosigkeit hat erschreckende Ausmaße erreicht und könnte zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen, warnt der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks. Während einer Konferenz zur Vorbereitung eines Weißpapiers für arbeitsintensive Baumethoden führt er aus, dass solche Baumethoden mehr Arbeitsplätze als alle Export Processing Zonen (EPZ) zusammen schaffen könnten. Zahlreiche arbeitsintensive Straßenbauprojekte gibt es bereits im Norden. Weitere arbeitsintensive Arbeiten sollen auf der geplanten nördlichen Eisenbahnlinie von Tsumeb nach Oshikango an der Angola-Grenze durchgeführt werden. Augenblicklich gibt es 160 kleine Bauunternehmer im ganzen Lande, die für arbeitsintensive Programme ausgebildet wurden. Dierks führt weiter aus, dass Initiativen wie arbeitsintensive Baumethoden die vier Hauptziele der Regierung erfüllen könnten, nämlich wirtschaftliches Wachstum, Arbeitsplatzbeschaffung, die Abschaffung von Ungleichheiten zwischen namibischen Gruppen und Armutsbekämpfung.
12.05. Der namibische Geschäftsmann, Werner List, schenkt Sam Nujoma, aus Anlass seines 78. Geburtstages, fünf Farmen (zwischen Outjo und Otavi), um auf diesen landlose Namibier anzusiedeln und in der Landwirtschaft auszubilden.
18.05. Der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, erklärt, dass sich die USA-Regierung (US Trade Development Agency (TDA)) bereit erklärt hätte, eine Planungsstudie für die Nördliche Eisenbahnlinie von Tsumeb nach Oshikango an der Angola-Grenze zu finanzieren (N$ 1,5 Millionen). Die Eisenbahnlinie soll von Oshikango nach Cassinga in Angola weitergeführt werden, um dort an das angolanische Netz (Mossamedes-Eisenbahn) anzuschließen. Die Pläne waren während des Staatsbesuches von Präsident Nujoma vom 15.05. bis 17.05. in Angola besprochen worden. Dierks war Teil der Unterhandlungen mit dem angolanischen Präsidenten Dos Santos.
20.05. Präsident Sam Nujoma empfängt die Ehrendoktorwürde von der Rutgers-Universität in New York .
28.05./01.06. Der zweite SWAPO-Kongress nach der Unabhängigkeit findet in Windhoek statt. Das Hauptthema des Kongresses ist ein weiterer Amtstermin für Präsident Sam Nujoma. Ein solcher weiterer Amtstermin würde eine Verfassungsänderung nötig machen, die durch die 72%ige Mehrheit der SWAPO-Partei im Parlament ohne Weiteres zu erreichen ist. Außerdem wird argumentiert, dass Nujomas erster Amtstermin nicht nach der namibischen Verfassung , sondern aufgrund der UNO-überwachten Wahlen von 1989, zustande kam. Der Kongress verschiebt eine endgültige Klärung der Angelegenheit auf einen Außerordentlichen Kongress, der für das Jahr 1998 geplant ist. In seiner Eröffnungsrede fordert Präsident Nujoma eine höhere Frauenquote in SWAPOs Parteiorganen. Dieser Appell des Präsidenten stößt bei den Kongressdelegierten auf wenig Gegenliebe. Das neue Zentralkomitee (70 Mitglieder) wählt 58 neue Mitglieder, von denen nur sieben Frauen sind. Das neue SWAPO Zentralkomitee könnte Glaubwürdigkeitsprobleme haben, da es bei den Wahlen in den frühen Sonntagsstunden (01.06.) zu Unregelmäßigkeiten kommt. Die Wahl zum Vize-Präsidenten wird von starken Flügelkämpfen zwischen verschiedenen Parteifraktionen begleitet. Hage Gottfried Geingob, der sich zur Wahl gegen den amtierenden Vize-Präsidenten, Hendrik Witbooi, stellt, verliert die Wahl. Mit 198 von 337 Stimmen (58%) gewinnt Witbooi eindeutig die Wahl. Die vakante Position des General-Sekretärs wird vom Minister für Fischereiwesen, Lucas Hifikepunye Pohamba, gefüllt.
Juni Das Arbeits-Ministerium veröffentlicht die neuesten Arbeitslosenstatistiken. Danach wird festgestellt, dass die Zahl der Arbeitssuchenden zwischen 1991 und 1994 auf 64 000 gestiegen ist, während die Zahl neuer Arbeitsplätze im gleichen Zeitraum nur 24 000 betrug. Der Vize-Minister für Arbeit, John Shaetonhodi, bezeichnet diesen Tatbestand als eine tickende Zeitbombe, die durch Demonstrationen von frustrierten, arbeitslosen ehemaligen PLAN-Soldaten zusätzlich verschärft wird. Diese Arbeitssuchenden demonstrieren in Windhoek (06.05.; 23.06.; 23.10.) und in Oshakati (31.10.) für Jobs, aber nicht für Land. Die Regierung reagiert mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze in verschiedenen Ministerien, der Polizei und der Wehrmacht.
02./04.06. Sam Nujoma vertritt Namibia auf dem Gipfeltreffen der OAU in Harare.
17.06. Die Annahme eines Kabinetts-Memorandums über die "Privilegien und Vergünstigungen für die Inhaber hochrangiger politischer Ämter im Staatsdienst" führt zu einem Proteststurm vieler namibischer Organisationen wie der Gewerkschaft NUNW und dem Rat der Kirchen in Namibia (CCN). Der Minister für Information und Rundfunkwesen, Ben Amathila, brandmarkt die nicht genehmigte Veröffentlichung des geheimen Regierungsdokumentes als Diebstahl (13.08.). Weiteres Resultat der Affäre ist die Stornierung des geplantes Kaufes eines Regierungsflugzeuges für den Präsidenten durch das Ministerium für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen am 12.09. Am 15.09. verkündet Präsident Sam Nujoma, dass die Vergünstigungen für Minister teilweise zurückgezogen würden, da er während der umstrittenen Kabinettsitzung nicht anwesend war. Minister müssen schon empfangene Beträge zurückzahlen und verlieren sogar den Steueranteil dieser Beträge.
02./05.07. Präsident Nujoma besucht Ndola in Zambia, gefolgt von einem Staatsbesuch in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo (20.07.).
07./08.07. Der gerade durch einen Staatsstreich in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) an die Macht gelangte neue Präsident, Laurent Desiré Kabila, besucht Namibia und leitet eine Phase enger Freundschaft zwischen den zwei Ländern ein.
24.07. Sam Nujoma nimmt an der Afrikanisch-Amerikanischen Gipfelkonferenz in Harare teil.
27.07. Die namibische Fußball-Nationalmannschaft Brave Warriors erreicht mit einem unerwarteten Unentschieden gegen den Favoriten Gabun den African Nations Cup. Dieser Triumph wird nur noch durch die Erfolge von Namibias "Laufwunder", Frankie Fredericks, übertroffen.
30.07. Die Central Intelligence Service Bill wird im Parlament angenommen.
26.07./05.08. Präsident Sam Nujoma besucht Indonesien und Malaysia.
18.08. Der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, eröffnet eine neue arbeitsintensiv gebaute Straße zwischen Oshakati und Ompundja. Dieses Projekt ist eines von vier, das von der deutschen Regierung (Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)) finanziert wird. Achthundert neue Arbeitsplätze werden geschaffen.
22.08. Margaret Thatcher stattet Namibia einen Besuch ab.
07.09. Präsident Nujoma nimmt an dem Gipfel der Staatsoberhäupter der Southern African Development Community (SADC) in Blantyre teil.
13.09. Ein deutsches Militärflugzeug (Tupolew TU-154M) stößt frontal vor der nordnamibischen Küste (Flug: Abidjan nach Pretoria) mit einem USA-Militärflugzeug (Lockheed C141 "Starlifter")(Flug: Windhoek in die USA) zusammen. Alle Insassen (33) kommen ums Leben. Der deutsche Verteidigungs-Minister, Volker Rühe, weist sofort die Schuld der namibischen Flugsicherheitsbehörde zu. Das wird vom namibischen Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, zurückgewiesen, da es sehr schnell deutlich wird, dass der Flug von der deutschen Flugleitung mangelhaft vorbereitet wurde, und der Pilot der deutschen Maschine in der falschen Flughöhe geflogen ist. Das wird später von Deutschland vorbehaltlos anerkannt. Dierks muss auch später die Militärs der deutschen Untersuchungskommission darauf aufmerksam machen, dass Namibia nunmehr ein souveränes Land und dass er nicht bereit sei, von deutscher Seite Befehle entgegen zu nehmen.
19.09. Der Minister für Arbeit, Moses Makue 5Garoëb, stirbt nach langer Krankheit. Er wird durch das erste Staatsbegräbnis der Republik Namibia am 27.09. gebührend gewürdigt.
30.09. Die Ministerin für Land, Umsiedlung und Rehabilitation, Pendukeni Iivula Ithana, legt das Weißbuch über Landverteilung im Parlament vor. Das Weißbuch unterstützt die Umverteilung von Land für historisch benachteiligte Namibier, die Enteignung und die Besteuerung von kommerziell genutztem Land. Farmland, das nicht effizient genutzt oder das Eigentum von Ausländern ist, kann gegen Entschädigung enteignet und namibischen Bürgern überlassen werden. Das Ministerium für Land, Umsiedlung und Rehabilitation muss solche Farmen identifizieren und die Höhe der Entschädigung festlegen. Der Landbesitz von Ausländern wird eingeschränkt. Ausländer dürfen Land nur noch mit Genehmigung des Ministeriums besitzen.
02./05.10. Malawis Präsident, Bakile Muluzi, stattet Namibia einen Staatsbesuch ab.
04.10. Ombara (traditioneller Titel) Christiaan Eerike Zeraua wird als Gruppenführer der Zeraua Traditional Authority in Omatjette vereidigt.
23.10. Präsident Sam Nujoma besucht Groß-Britannien.
03.11. Die dritte Briefmarken-Dauerserie mit namibischen Blumen und Tieren als Motiven wird herausgegeben.
05.11. Der Finanzminister, Nangolo Mbumba, legt einen Nachtragshaushalt für das Jahr 1997/98 vor. Der Nachtragshaushalt von N$ 403 Millionen wird durch Gehaltserhöhungen für Beamte nach den Empfehlungen der Lohn- und Gehaltskommission (WASCOM)und durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für arbeitslose ehemalige PLAN-Soldaten verursacht. Weitere Mittel werden aufgrund des schlechten Wechselkurses des Namibia-Dollar gegenüber harten Währungen und für gestiegene Schuldzinsen benötigt. Der Nachtragshaushalt bringt das geschätzte Defizit von 3,7% auf 4,4% des BSP. Neuverschuldungen von N$ 333 Millionen müssen auf dem lokalen Kapitalmarkt gedeckt werden. Das Haushaltsdefizit wird durch unautorisierte Ausgaben von 12 von insgesamt 27 ministeriellen Haushaltszuweisungen weiter erhöht.
Der deutsche Botschafter, Hanns Schumacher, verlässt Namibia.
07.11. Sam Nujoma vertritt Namibia auf der Africa/Caribbean/Pacific (ACP) - European Union (EU) Gipfelkonferenz in Gabun.
18.11. Indonesiens Präsident, Suharto, besucht Namibia. Gleichzeitig weilt auch Prinz Guillaume von Luxemburg im Lande.
19.11. Die Wahlen für die Regional-Räte und die Stadträte, die für Anfang Dezember vorgesehen waren, müssen aufgrund zweier technischer Versehen der Wahlkommission auf Februar 1998 verschoben werden.
26.11. Präsident Nujoma besucht Kapstadt.
27.11. Der Vize-Minister für Öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikationen, Klaus Dierks, erklärt auf der achten Regionalen Afrika und Mittelost-Konferenz der International Federation of Air Traffic Controller’s Association (IFACTDA), dass die bestehende Flugsicherheitsstrukturen nicht mehr mit den gewaltigen Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent und in Namibia Schritt halten könnten. Der Flugverkehr hat nach Namibias Unabhängigkeit mit 23% zugenommen und mit 300% über dem afrikanischen Kontinent, seit vor etwa vier Jahren die Sanktionen gegen Südafrika aufgehoben worden waren. Deshalb hat die namibische Flugsicherheitsbehörde ein ehrgeiziges Aufbauprogramm in Angriff genommen.
28.11. Dierks unterzeichnet ein Kooperations-Abkommen mit dem Vertreter der Swedish International Development Agency (SIDA), Per Person, auf dem Gebiet des Verkehrs- und Telekommunikationswesens.
09.12. Auf Air Namibias strategischem Planungsseminar warnt Dierks, dass der weltweite Trend des "Offenen Himmels" viele der größeren Fluglinien zwänge, Allianzen einzugehen. Kleinere Fluggesellschaften wie Air Namibia werden zu Zubringerlinien degradiert. Um sich an die neue Situation anzupassen, sollte Air Namibia Partnerschaften mit starken, effizienten und zuverlässigen Luftlinien eingehen um zu überleben. Vor diesem Hintergrund sollte Air Namibia Subsidien als eine Form des Protektionismus empfangen. Diese Subsidien sollten jedoch nicht von der Regierung oder Air Namibias Muttergesellschaft, TransNamib, kommen, sondern von jenem Sektor, der am meisten von Air Namibias Überseeflügen profitiert, nämlich dem Tourismussektor. Air Namibia hat in den vergangenen Jahren große Geschäftsverluste aufgehäuft. Wenn man die Unkosten der Muttergesellschaft, TransNamib, mit einberechnet, werden diese Verluste noch größer. Air Namibias Defizite, besonders auf den Überseerouten, werden durch Quersubsidien ausgeglichen. Das führt zum Ausbluten anderer Sektoren, besonders der namibischen Eisenbahn.
10.12. Klaus Dierks begrüßt die Fertigstellung der Trans-Kalahari-Fernstraße in Namibia und Botswana. Diese Verbindung verkürzt die Entfernung zwischen Walvisbucht und der Gauteng-Provinz in Südafrika um mehr als 400 km. Die neue Verbindung minimiert die Transportkosten und bringt Namibia näher an die wichtigsten industriellen Märkte im südlichen Afrika.
11.12. Präsident Nujoma kündigt seine dritte Kabinettsumbildung während seiner zweiten Amtszeit an. Der Minister für Fischereiwesen, Lucas Hifikepunye Pohamba, wird zum Minister ohne Portefeuille bestimmt. Der heutige Vize-Minister für Fischereiwesen, Abraham Iyambo, wird Pohambas Nachfolger. Alpheus !Naruseb wird Vize-Minister für Fischereiwesen. Der Minister für Umweltschutz und Tourismus, Gerd Hanekom, wird als Wirtschaftsberater in das Büro des Präsidenten versetzt. Der Verteidigungs-Minister, Phillemon Malima, folgt Hanekom. Erikki Nghimtina wird der neue Verteidigungsminister. Die vakante Position des Vize-Minister für Auswärtiges wird mit Tuliameni Kalomoh besetzt. Der Vorsitzende des SWAPO Ältesten-Rates, Kanana Hishoono, wird politischer Ratgeber des Präsidenten.
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