1850 James Morris übergibt die Geschäfte seinem Neffen Thomas Morris.
Durch die steigenden Kupferpreise in den 1850igern beeinflusst, gründet Aaron de Pass die Minengesellschaft Pomona Mining Company. Jonker Afrikaner gründet die Natas-Mine. Die Kupfererze werden über Walvisbucht exportiert.
Shikongo shIipinge (±1850-1902) wird Nachfolger des siebenten Uukwaluudhi-Königs Uushona uEndjila. König Shikongo baut gegen seine Feinde von anderen Ovambo-Königsfamilien eine mehr als 100 km lange Dornenbuschmauer (3 - 4 m hoch, 2 - 3 m breit) von Iikokola an der Ongandjera-Grenze bis zur Ombalantu-Grenze. Die befestigte Grenze hält jedoch nicht die häufigen Ongandjera-Einfälle ab. Frühere Uukwaluudhi-Könige können nicht genau datiert werden. Es sind in absteigender Linie: Niilenge ya Shipula; Shikwa shAmupindi (Kayambu); Natshilongo shIikombo; Kamongwa; Nakakwiila und Amukwa yAmunyela.
Februar
||Oaseb sucht die Unterstützung von Willem Swartbooi (!Huiseb #Haobemab) gegen Jonker. Swartbooi lehnt dies jedoch ab. Der Gruppenführer Tseib spaltet sich in dieser Zeit von den von den Kai||khaun ab und bildet später die Gruppe der Kharo-!oan in Keetmanshoop.
22.03. Der Rheinische Missionar Friedrich Wilhelm Kolbe gründet eine Missionsstation in Okahandja, nachdem dieses Hahn 1844 nicht gelungen war.

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Rheinische Missionskirche von Okahandja: Die Missionsstation wurde am 22.03.1850 von Missionar Friedrich Wilhelm Kolbe begründet: Otjozondjupa Region: August 2003
Copyright of Photos: Dr. Klaus Dierks

25.04. Manasse Tyiseseta wird in Otjimbingwe geboren (ab 1867 lebt er in Omaruru). Er regiert von 25.11.1884 bis 26.07.1898.
20.08. Der britische Forschungsreisende Francis Galton kommt in Walvisbucht an. Sein Dolmetscher ist der Omuherero Onesimus, der später Ortsvorsteher in Otjimbingwe wird.
23.08.
Jonker Afrikaner greift Okahandja an (Führer Kahitjene, Missionar Kolbe), da er den Verlust der Herrschaft der Orlam Afrikaner fürchtet. Die Missionsstation in Okahandja wird zerstört, und Kolbe verlässt daraufhin das Damaraland für immer.
13.09. Missionar Samuel Hahn berichtet über die wertvollen Straßenbauten der Goliath-Nama am Brukkaros-Berg (Khoekhoegowab: Kaitsi !Gubeb).
17.10. Gegen den Willen von Kapitän David Christian Frederiks von Bethanien zieht die Gruppe der Goliath-Nama (der gewählte Führer ist Paul Goliath (#Hobexab (sein Vorgänger war |Aiob ||Êi-gaosenmab oder Dirk Isaak: keine Daten konnten bis jetzt festgestellt werden), unterstützt von Christoph Tibot)) von Gulbrandsdalen, das seinen Namen von Hans-Christian Knudsen erhielt und das östlich von Bethanien liegt, nach !Autsawises. Dort entsteht eine neue Missionsstation der Rheinischen Missionsgesellschaft mit dem Namen Berseba, die von Missionar Samuel Hahn bis zum 30.04.1852 geführt wird. Die Berseba-Orlam werden auch |Hai-|khauan genannt. Die Gruppe ist abhängig von den Kai||khaun unter dem Führer ||Oaseb. Seit dieser Zeit, für mehr als 150 Jahre, schwelt ein Machtkonflikt zwischen den beiden Hauptdynastien der |Hai-|khauan, den Goliath- und Isaakfamilien in Berseba.

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Berseba: gegründet vom Rheinischen Missionar Samuel Hahn: 17.10.1850: die Kirche wurde von Missionar Friedrich Wilhelm Weber 1857 erbaut
Copyright of Photos: Dr. Klaus Dierks

1851 Francis Galton arrangiert einen Friedensvertrag zwischen Jonker Afrikaner und den Ovaherero. Jonker Afrikaner ist jedoch immer noch entschlossen, alle Beziehungen zwischen europäischen Missionaren und den Ovaherero, die nicht seiner Kontrolle unterstehen, zu unterbinden.
11.02. Der Missionar Hans-Christian Knudsen wird von Kapitän David Christian Frederiks (||Naixab) aus Bethanien ausgewiesen.
12.03. Galton bietet an, Frieden zwischen den verschiedenen verfeindeten Ovaherero-Gemeinschaften zu arrangieren (Oove ua Muhoko Kahitjene, einer von Jonkers früheren Alliierten gegen John Samuel Aron Mungunda von Otjombuindja im Ozongotogebiet), aber Kahitjene lehnt das Angebot ab. Folglich kommt es zu einem Gefecht zwischen Mungundas Söhnen und Kahitjene, der in der Schlacht fällt. Daraufhin beschließen die Ovaherero, dass die Mungunda-Gemeinschaft zu Tjamuahas Sohn Maharero (auch Kamaharero) ziehen solle. Kahitjenes Niederlage kann seinem Streben nach Unabhängigkeit von Jonker und nach modernen Waffen mit Hilfe von Hahn zugeschrieben werden.
Maharero verlässt Otjimbingwe und kehrt zu Tjamuahas Siedlung, Okahandja, zurück.
Der Missionar Kolbe vollendet das erste Gesangsbuch in der Otjihererosprache.
01.06.
Francis Galton und Charles John Andersson sind die ersten Europäer, die die Etoschapfanne und die Kupferminen von Tsumeb erreichen. Sie ziehen in das Ovamboland weiter.
07.07. Der Kololo-König Sebitwane stirbt, kurz nachdem er David Livingstone getroffen hatte. Sein Nachfolger wird sein Sohn Sekeletu (1851 - 1863).
August Der Rheinische Missionar Johann Georg Krönlein nimmt seine Missionsarbeit in Berseba auf.
31.12. Der Rheinische Missionar Matthäus Gorth landet in Walvisbucht und reist weiter nach Otjikango (Groß-Barmen).
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[Inhaltsverzeichnis]

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