1859 Philippus Katjimune siedelt in Otjimbingwe.
König Haikukutu yaShinangola stirbt im Ovamboland. Sein Nachfolger ist der Uukwanyama-König Sefeni shaMukuyu (1859-1862).
Ondonga-König Shipanga shAmukwiita wird von seinem Neffen Shikongo sha Kalulu (1859-1874) mit militärischer Unterstützung von Jonker Afrikaner 1859 besiegt. Daraufhin flieht Shipanga zum Uukwanyama-König Sefeni shaMukuyu. Shikongo wird neuer Ondonga-König. Seine königliche Residenz befindet sich in Omandongo im Ondongagebiet.
Anfang 1859 Hermann Heinrich Kreft, der Rheinische Missionar von Bethanien, beginnt den Bau einer Kirche in Bethanien.

Namibia_Karas_Bethany_5.JPG (95593 bytes)

Bethanien: Erste  Rheinische Missions-Kirche: 26.06.1859: Karas Region
Copyright of Photo Dr. Klaus Dierks

18.03. Andersson, der die Quelle des Kunene sucht, erreicht den Okavangofluss. Er ist wahrscheinlich der Erste, der den Namen Okavango gebraucht.
01.04. Die Missionskirche in Bethanien wird durch Missionar Kreft eingeweiht. David Christian Frederiks trägt finanziell zum Bau der Kirche bei.
Juni Carl Hugo Hahn geht wiederum nach Europa und kehrt erst im Januar 1864 zurück.
1859-1860 Portugiesische Invasionsversuche aus Angola werden von Oshivambo sprechenden Gemeinschaften zurückgeschlagen.
Am Ende der 1850iger ergibt sich folgende politische Situation im Namaland: Die Führer ||Oaseb von den Kai||khaun, Amraal Lambert oder #Gai-|nub von den Kai|khauan, Piet Koper !Gamab von den Fransman-Nama (!Khara-khoen), Hendrik Henricks oder !Nanib gaib #Arisemab von den ||Hawoben und Jacobus Boois von Bethanien unterstützen Jonker Afrikaner, während Willem Swartbooi oder !Huiseb #Haobemab aus Rehoboth, die Gruppenführer aus Bethanien und Berseba und später Kido Witbooi oder #A-||êib aus Gibeon, unterstützt von Gruppenführer Tseib aus Keetmanshoop, die Gegenbewegung ausmachen.
Die Rheinischen Missionare spielen eine entscheidende Rolle in der Herbeiführung dieser Polarisierung von namibischen Gruppen. Ihr Hauptziel ist es, Jonker Afrikaners rudimentäre staatsformenden Bestrebungen zu verhindern. Jonkers Slogan: "Africa to the Africans, but Namaland and Hereroland to us", ist für sie eine nicht hinzunehmende Herausforderung.
1860 In steigendem Maße geht die Wirtschaftsmacht von den namibischen Führern und ihren Räten auf die europäischen Händler und Missionare über. Diese Missionar-Händler- Allianz bahnt den Weg für eine informelle koloniale Herrschaftsform, lange ehe die formelle koloniale Übernahme stattfindet. Diese Entwicklung ebnet den Weg für den Niedergang der Herrschaft Jonker Afrikaners in den 1860iger Jahren.
Andersson gründet, nachdem er die Liegenschaften der Walfish Bay Mining Company aufgekauft hatte, eine Handelsstation in Otjimbingwe, wo sich seit 1849 eine Missionsstation befindet. Diese neue auf Otjimbingwe fixierte Handelskette birgt große Gefahren für die Kontrolle der Orlam Afrikaner über das Hereroland.
Eine Rinderpest bricht in den frühen 1860iger Jahren aus. In 1860 werden die ersten isolierten Fälle dieser gefürchteten Krankheit festgestellt, und der Rinderhandel wird in steigendem Maße negativ beeinflusst. Jonker und andere namibische Gruppenführer sperren ihre Gebiete für den Rindertransport europäischer Händler, wie Andersson, zu den Märkten in der Kapkolonie. Andersson reagiert auf diese Bedrohung seines Handelsmonopols in zweifacher Hinsicht: Er beginnt, sogar mit Geschützen, eine eigene Privatarmee aufzustellen, die er in Otjimbingwe stationiert.
David Radford ist der erste Europäer, der sich in Angra Pequeña niederlässt.
David Livingstone besucht zum letzten Mal den Chobefluss, in einem Gebiet, das später Caprivizipfel heißen wird. Seine erneuten Anstrengungen, eine Missionsstation zu gründen, scheitern wieder.
Der Ovahereroführer Ua Tjirue Tjamuaha, unternimmt eine Reise in das Kaokoland, um die Ovaherero gegen Jonker Afrikaner zu mobilisieren.
Nach dem Tod des elften Uukwambi-Königs Tshikesho wird erst Tshikongo und im gleichen Jahr Nuyoma wIipumbu (1860-1862) König des Uukwambigebietes (Hauptstadt: Iino) im Ovamboland. Durch Kriege mit den Ongandjera wird das Uukwambigebiet wiederholt verwüstet.
27.02. Johannes Rath stellt das Deutsch-Otjiherero-Wörterbuch fertig.

Namibia.Owambo.Oshikoto.Omandongo_1.jpg (70264 bytes)Namibia.Owambo.Oshikoto.Omandongo_4.jpg (122003 bytes)

Omandongo, südlich von Onayena ist die Residenz von Ondonga-König Shikongo sha Kalulu
Klaus Dierks

WB00823_.GIF (134 bytes)

[Inhaltsverzeichnis]

forward.GIF (132 bytes)