1879 Ein Buch erscheint von Friedrich Gotthard Karl Ernst Fabri, dem Chef der Rheinischen Missionsgesellschaft: "Deutschland braucht Kolonien". Dieses Buch setzt in Deutschland einen Agitationsprozess für deutsche Kolonien in Gang.
Heinrich Friedrich Gottlieb Rust wird Nachfolger von Missionar Olpp in Gibeon.
Die erste detaillierte Landkarte für das südwestliche Afrika wird von Theophilus Hahn herausgegeben.
Die Missionare Peter Heinrich Brincker und Carl Gotthilf Büttner vollenden die Übersetzung des Neuen Testamentes in die Otjihererosprache.
Duparquet reist in das Uukwanyamagebiet im Ovamboland.
Dorslandtrekker erreichen die Etoschapfanne (Rietfontein) und lassen sich für einige Zeit im Kaokoveld (Zesfontein, Otjitundua und Kaoko Otavi, das sie Rusplaas nennen) nieder. Einer der Abkömmlinge der Dorslandtrekker ist ein Mann aus dem Zululand, der nach Gert van der Merwe (Spitzname: Slagveld) Slagveld van der Merwe genannt wird und bei Ehomba im Kaokoveld lebt.
Im Kavango stirbt der Gciriku-König Muhera. Nachfolger wird König Nyangana (1879-1924).
06.01. Jan Jonker Afrikaner schickt eine Petition (unter Mithilfe von Missionar Schröder) an die britische Regierung und bittet um Schutz für die Gebiete der Orlam Afrikaner.
22.01. Palgrave kehrt, ohne Erfolg bei der Befriedung der Ovaherero und der meisten der Nama-Gemeinschaften zu haben, in die Kapkolonie zurück. Er wird dabei von zwei Söhnen Mahareros, Wilhelm und Samuel, begleitet.
28.04. Duparquet wird der Vize-Präfekt des neu geschaffenen Römisch-Katholischen Missionsgebietes Cimbebasia. Der Eintritt der Römisch-Katholischen Kirche in die christliche Missionstätigkeit ruft sofort den Widerstand der Rheinischen Missionsgesellschaft hervor. Von den ersten Anfängen der Missionsarbeit der Römisch-Katholischen Kirche versucht die Rheinische Missionsgesellschaft die spätere deutsche Administration zu beeinflussen, den Missionseinfluss der Katholiken einzuschränken.
Die Römisch-Katholische Missionsstation Omaruru wird gegründet. Sie wird bereits 1881 wieder aufgegeben.
24.09. Palgrave reist von Kapstadt nach Walvisbucht (Palgraves dritte offizielle Reise nach Namibia) (Trek-Buren-Hilfsexpedition). Der Zweck der Reise ist es, einer Gruppe von Dorsland-Trekkern beizustehen, die gerüchteweise an der Westküste eine unabhängige Republik gründen will. Palgrave hat Auftrag, britischen Einfluss bei diesen Plänen zu gewährleisten. Palgraves Eingreifen und sein Angebot einer permanenten Heimstatt für die Dorsland-Trekker im Kaokoveld wird von den Trekkern abgelehnt, da sie nicht unter britischer Hoheit leben möchten. Das führt im nächsten Jahr zum Auszug der Trekker aus dem Kaokoveld nach Angola (mit Hilfe von William Worthington Jordan). Jakobus Botha ist der Führer der Vorhut, die durch Swartbooisdrift nach Angola zieht. Die Trekker kommen 04.01.1881 in Humpata in Angola an. Weitere Dorsland-Treks nach Angola finden 1893 und 1905 statt. Während der Angola-Periode der Dorsland-Trekker (bis 1928) werden die meisten der Elefanten im Kaokoveld ausgerottet. Einer der berüchtigsten Jäger ist Jan Harm Robberts. Robberts Buren ziehen durch die Ombuku- und Omuhongaflüsse nach Okonguati und Otjiyandjasemo, wo es viele Elefanten gibt.
09.11. Palgrave landet wieder in Kapstadt.

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Ochsenstraßen-Netzwerk von 1879

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Ruinen eines Hauses der "Dorslandtrekker" von 1879 an der Wasserstelle Rietfontein (Etoschapfanne)
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Grabdenkmäler der "Dorslandtrekker" von 1879 an der Wasserstelle Rietfontein (Etoschapfanne)
Copyright of Photos: Dr. Klaus Dierks

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Ruinen der Dorslandtrekker-Kirche von Kaoko Otavi aus dem Jahre 1879, September 2004
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Dorslandtrekker-Monument und Grab bei Swartbooisdrift im Kaokoveld, September 2004
Copyright of Photos: Dr. Klaus Dierks

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Die heißen Quellen von Otjiyandjasemo westlich von Okonguati im September 2004
Copyright of Photos: Dr. Klaus Dierks

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[Inhaltsverzeichnis]

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