1760 Jacobus Coetzee (Jacobus Coetsé Jansz) ist der erste "Weiße", der den !Garib (Grosser Fluss), später von Robert Jakob Gordon zu Ehren des holländischen Königlichen Hauses Oranjefluss genannt, überquert. Er zieht nach Dabegabis, nördlich von Warmbad (Nama: |Aixa-aibes) im Großen Namaqualand. Er berichtet über die hochstehende soziale Ordnung der wohlhabenden Namagruppen, ihren Viehreichtum, besonders an Rindern, und den Überfluss von Wild mit vielen Elefanten, Nashörnern und Flusspferden im Oranje. So fragmentiert diese Berichte auch sind, es kann angenommen werden, dass die Namagruppen dieser Zeit als reiche, unabhängige und traditionelle afrikanische Gemeinschaften angesehen werden können.
1761 Hendrik Hop, zusammen mit dem Vermesser Carel Frederik Brink (Erste Landkarte des südlichen Inneren von Namibia) und dem Botaniker Johannes Andreas Auge, erreicht den Chamob (Löwenfluss) und den Fischfluss. Das Ziel der Expedition, die von Coetzee erwähnten Damroquas (Dama, wahrscheinlich sind die Ovaherero gemeint) im Norden zu erforschen, wird nicht erreicht. Hop erwähnt in seinen Tagebüchern Kupfervorkommen und den friedfertigen Charakter und den Reichtum an Vieh der von ihm besuchten Namagruppen, die mit Eisenprodukten und Glasperlen Handel treiben. Er benutzt eine Route östlich der Großen Karasberge. Er zieht von Ramansdrift, später Compagniefurt genannt, am Oranjefluss über Sandfontein zum Homfluss, von dort über Alurisfontein nach Warmbad, von dort über Gorechas zum Draay Rivier (Kainabfluss), den er am 11.10.1761 erreicht. Von dort treckt er nach Klipkuyl (Klip Fontein oder Räuber Heinrichs Platz, der ||Hawoben-Hauptort auf Narudas) und Patensie Hoek (Naos) zum Büffelsfluss (Gausobfluss). Am 22 November erreicht Hop den weitesten Punkt der Reise bei Keerom (Gründorn auf Brauss) am Chamob. Hop erwähnt ||Khauxa!nas nicht, aber der wahrscheinliche Begründer von ||Khauxa!nas, Klaas Afrikaner, wird in einem südafrikanischen Dokument genannt.
1770 Der Nama-Führer  |Hanab #Ô ||nâimab stirbt. Nachfolger wird !Gaob |Hanamab.
1777 Robert Jakob Gordon besucht den Oranjefluss.
1778/79 Hendrik Jacob Wikar erforscht die Umgebung des Oranje (früher !Garib: Großer Fluss genannt). Wikar erwähnt den Führer der Roten Nation, !Gaob |Hanamab. Unter ihm reichte das Nama-Reich vom oberen Fischfluss bis zum Oranje.
William Paterson besucht die Gegend um den Oranje, begleitet von Sebastiaan Valentijn van Reenen und Klaas Afrikaner.
Dezember Klaas Afrikaner weilt in Warmbad.
1780 Kido Witbooi (oder #A-||êib) wird in Pella (?) in Südafrika geboren.
1784 François le Vaillant reist in der Gegend des Oranjeflusses. Seine beschriebenen Routen nördlich des Oranje müssen als zweifelhaft gelten.
1784-86 Eine britische Expedition unter Home Riggs Popham besucht Angra Pequeña und erwähnt das Padrão.
1785 Der erste südafrikanische "Weiße", Guilliam Visagie, siedelt in #Nu#goaes (Swartmodder, heute Keetmanshoop).
1786 Die Küstenlinie zwischen Angra Pequeña und der Mündung des Oranje wird vom britischen Kriegsschiff Nautilus unter dem Kommando von Kapitän Thomas Bolden Thompson  vermessen. Thompson hat geheime Befehle der britischen Admiralität, einen geeigneten Hafen entlang der namibischen Küste zu finden und eine Strafkolonie zu entwickeln. Seit dem Verlust seiner Kolonien in Nord-Amerika hat Groß-Britannien keine geeignete Strafkolonie mehr zu seiner Verfügung. Am Ende wird dann, wegen seiner natürlichen Verhältnisse, Australien und nicht Namibia britische Strafkolonie.
Um 1790 Der Ovahereroführer, Ua Tjirue Tjamuaha, wird in Otjikune geboren. Jonker Afrikaner wird in Groot Vlakte in der Kapkolonie geboren. Sein Vater ist Jager Afrikaner (1760-1823), sein Großvater ist Klaas Afrikaner.
1791/92 Willem van Reenen und Pieter Brand erforschen den Süden des Landes bis in die Gegend von Rehoboth und den Auasbergen. Sie reisen von Ramansdrift am Oranje auf einer Route zwischen den Kleinen und den Großen Karasbergen nach #Nu#goaes (Swartmodder, heutiges Keetmanshoop). Von dort trecken sie zum Fischfluss und zum Lewerfluss und weiter nach Norden in die Gebiete von Rehoboth und |Ai-||Gams (Nama: Feuerwasser), dem heutigen Windhoek. Brand besucht auch das Swakoptal. Sie berichten über Kupfer- und Goldvorkommen.
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