1906 Gouverneur von Lindequist erlaubt den weißen Siedlern politische Vertretung im Gouverneurs-Rat.

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Governeur von Lindequist besucht Usakos, 1906
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Die Kupfermine in Tsumeb wird eröffnet. Erster Direktor der Mine ist Gustav Gathmann, ihm folgt später Gustav Duft. Die Minengesellschaft O.M.E.G. vertritt in erster Linie britische und deutsche Kapitalinteressen. Der Kupferabbau erfolgt bis 1909 im Übertagebau. Die jährliche Produktion beträgt anfänglich 15 000 t und kurz vor dem Ersten Weltkrieg 70 000 t. Im gleichen Jahr wird mit dem Bau eines Kupferschmelzers begonnen, der im Jahr 1907 fertiggestellt wird. Die Betriebskosten für die Schmelzanlage sind anfänglich sehr hoch, da die Kohle aus Deutschland importiert wird. Später wird der Kohleverbrauch durch die Zufügung von Eisenerzen aus Kalkfeld verringert.
Otjiwarongo wird als ein zukünftiger Eisenbahnknotenpunkt gegründet. Die neue Ortschaft wird von Gustav Thomas vermessen.
Eine Heliographverbindung wird zwischen Outjo und Okaukuejo geschaffen.
Albert Voigts kauft die Farm Voigtsgrund (zwischen Mariental und Maltahöhe)und baut dort die bisher größte Talsperre des Schutzgebietes.
Der Vorsitzende der Rheinischen Missionsgesellschaft, Gottlob Haussleiter, spricht während des Kolonial-Kongresses in Berlin den Gedanken aus, das die Kolonialbehörden in SWA einen Unterschied zwischen "schuldigen" und "unschuldigen" "Eingeborenen" machen und dass die Massenhinrichtungen von Kriegsgefangenen aufhören sollten. Er führt weiterhin aus, dass die Mission eine humane Haltung den niedergerungenen namibischen Gruppen gegenüber an den Tag legen und ihnen wieder Hoffnung für die Zukunft geben sollte. Größter Wert sollte auf die Erziehung von "Schwarzen" gelegt werden, so dass sie die Zukunft der Kolonie mitgestalten könnten. Diese Haltung der Rheinischen Missionsgesellschaft führt allerdings zu ständigen Reibereien mit "weißen" Siedlern, die wenig Verständnis für die menschliche Behandlung von "Eingeborenen" haben.

05.01. Es findet die Schlacht von Duurdrift-Süd zwischen Jakob Marengo und den Deutschen unter Hauptmann Paul Emil von Lettow-Vorbeck statt.

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Deutscher Kriegsfriedhof in Koës: Eines der vielen Gräber des Namakrieges in der Kalahari von 1904 bis 1912: Hardap-Region: April 2003
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01.02. Ein örtliches Telephonnetz wird in Karibib installiert.
03.02. Der Witbooiführer Isaak ergibt sich den Deutschen unter Leutnant Pabst in Nunub. Als Folge der Niederlage wird Gibeon fast völlig entvölkert, da die meisten der Witbooi-Nama in die nördlichen Teile der Polizeizone deportiert werden (entgegen den Kapitulationsbedingungen und den Versprechungen der Deutschen (von Estorff), dass die Witbooi-Nama in Gibeon bleiben dürften). Stattdessen werden überlebende Ovaherero in den Süden gebracht, um dem Mangel an Farmarbeitern abzuhelfen. Viele Nama werden zunächst nach Windhoek transportiert und dann in das Konzentrationslager auf der Haifischinsel bei Lüderitz. Andere kommen in die deutschen Kolonien Togo und Kamerun, aus denen nur ganz wenige zurückkehren. Einigen Witbooi-Nama gelingt es, in den folgenden Jahren nach Gibeon zurückzukehren. Die meisten, zusammen mit den Söhnen Hendrik Witboois, kehren erst nach dem Zusammenbruch der deutschen Kolonialmacht 1915 zurück.
11.02.
Nach der Schlacht von Namtob zwischen dem Ovahereroführer Andreas sowie dem Namaführer Cornelius Frederiks und den Deutschen unter dem Befehl von Richard Volkmann flüchtet Andreas in die Namib Wüste, wo er wahrscheinlich verdurstet ist.
14.02. In der Schlacht von Norechab an der Straße von Ramansdrift nach Warmbad zwischen Johannes Christian und Friedrich von Erckert erleiden die Deutschen Verluste.
15.02. Fünf Dampfkräne werden auf der hölzernen Landungsbrücke in Swakopmund in Gebrauch genommen.
17.02. Christian Goliath aus Berseba, ein Alliierter der Deutschen, versucht vergeblich, Cornelius Frederiks in Chamasis, westlich von Berseba, zur Übergabe zu überreden.
03.03. Cornelius Frederiks muss sich der deutschen Übermacht beugen und ergibt sich Richard Volkmann in Heikoms. Frederiks stirbt 1907 auf der Haifischinsel in Lüderitz. Sein enthaupteter Körper wird von dem Ethnographen Eugen Fischer gebraucht, um deutsche Rassentheorien zu beweisen.
08./09.03. In der Schlacht von Wasserfall am Oranje zwischen Johannes Christian, Jakob Marengo und Abraham Morris und den Deutschen unter dem Befehl von Beyer können sich die Nama zunächst halten, weichen aber am Morgen des 10. März den überlegenen Waffen.
11.03. Marengo wird in ein Gefecht in Pelladrift verwickelt.
12.03. Jakob Marengo wird in der Schlacht von Kumkum von Friedrich von Erckert und Alexander von Hornhardt geschlagen. Marengo entkommt jedoch in die Richtung der Großen Karasberge..
13./14.03. Einer der Führer von Cornelius Frederiks Gruppe, Fielding, unterliegt in der Schlacht in den Kleinen Karasbergen, setzt den Kampf jedoch fort.

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Kriegsgräber an der Holoog-Station: Eisenbahnlinie: Grünau-Seeheim 
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21.03. Marengo und Christian greifen den deutschen Militärposten Jerusalem an. Christian wendet sich danach nach Westen und Marengo zieht nach Norden.
26.03. Jakob Marengo greift eine deutsche Proviantkolonne bei Ukamas an.
30.03. Die Römisch-Katholische Kirche steht mit großem Patriotismus hinter den Kriegsanstrengungen der Schutztruppe. Pater Nachtwey stellt der deutschen Regierung das gesamte Missions-Personal zur Verfügung.
05.04. Marengo wird in ein Gefecht mit den Deutschen unter Leutnant von Mielczewski auf der Straße von Nababis nach Ukamas verwickelt.
08./09.04. In der Schlacht von Fettkluft zwischen den Namaführern Jakob Marengo und Abraham Morris und Johannes Christian und der deutschen Abteilung Heuck erleidet die deutsche Seite Verluste.
10.04. Von Estorff verschiebt, mit Leutnant Erich Friedrich von Schauroth und Leutnant von Alten, sein Hauptquartier nach Blydeverwacht.
Jakob Marengo greift erneut die Deutschen in Oas an.
14.04. Es kommt zu einem Gefecht bei Narudas (Räuber Heinrichs Platz) zwischen Marengo und den Deutschen.
18.04. Ehe Jakob Marengo sich vor den überlegenen deutschen Kräften in die britische Kapkolonie zurückzieht, kommt es zu einem Gefecht bei Klipdam an der Grenze zwischen SWA und der Kapkolonie.
20.04. Die Schlacht von Wittmund zwischen Johannes Christian und der Abteilung Heuck endet mit Verlusten für die Nama.
26.04. Das Postamt Otjiwarongo wird eröffnet.
04.05. Jakob Marengo ergibt sich der britischen Kap-Polizei, nachdem er in der Schlacht von Van Rooysvley in der Kapkolonie von den Deutschen unter Hauptmann Richard Bech besiegt worden war. 23 von Marengos Soldaten fallen. Die Briten bringen ihn nach Prieska und von dort nach Kapstadt in das Tokai-Gefängnis.
05.05. Es kommt zur Schlacht von Gawachab am Löwenfluss zwischen Johannes Christian und der Abteilung Cruse.
19.05. Johannes Christian schlägt die Deutschen im Gefecht von Gais. Der Befehlshaber, Leutnant Engler, fällt.
21.05. Johannes Christian greift die Deutschen bei De Villierspütz an. Die Deutschen erleiden Verluste.
22.05. Das Postamt Kalkfontein Süd (heute Karasburg) wird eröffnet.
23.05. Es findet die Schlacht von Dakaib zwischen Abraham Morris und Johannes Christian und den Deutschen unter Major Erich Rentel statt. Die Deutschen erleiden schwere Verluste.
24.05. Johannes Christian greift die Deutschen unter Leutnant Karl Fürbringer in Tsamab, südwestlich von Heirachabis, an. Das Gefecht endet mit dem Verlust der totalen deutschen Abteilung.
25.05. Abraham Morris und Johannes Christians Truppen werden von der Abteilung Rentel in der Schlacht von Nugais am Hamfluss geschlagen.
30.05. Die Süd-Eisenbahn zwischen Aus und Lüderitz erreicht die Station Grasplatz.

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Die Aus-Lüderitz Eisenbahnlinie: Station Grasplatz: 24 km östlich von Lüderitz: August 2002: Ab 2003 wird die Bahnlinie neu gebaut
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Juni Neue Briefmarken für Deutsch-Südwestafrika, diesmal mit Wasserzeichen und wieder mit der Yacht Hohenzollern als Motiv, werden herausgeben. Sie sind gültig bis zum Jahre 1919 (ab Juni 1915 nur im Deutschen Reich). Die Marken werden im ganzen Schutzgebiet mit Ausnahme des Caprivizipfels (ab 1909) benützt. Der Caprivizipfel mit der Station Schuckmannsburg am Zambezifluss bleibt ohne postalische Verbindung nach SWA. Alle Post muss über Sesheke im heutigen Zambia nach Kapstadt geleitet werden.
01.06. Das Postamt Okasise wird eröffnet.
Der Witbooi-Nama Hendrik Samuel Witbooi, Enkelsohn des alten Hendrik Witbooi, wird geboren.
03./04.06. Major von Freyhold schlägt Johannes Christian in der Schlacht von Sperlingspütz. Die Deutschen erleiden jedoch schwere Verluste: Zwei Offiziere und acht Soldaten fallen und ein Offizier und sieben Mann werden verwundet.
20.06. Warmbad wird von den Bondelswarts (!Gami-#nun) unter Johannes Christian angegriffen. Ein Tag später wird Gabis angefallen.

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Der Friedhof von Warmbad: Grabstein für die Gefallenen am 20.06.1906 an der Straße von Warmbad nach Kalkfontein Süd
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Am 21. Juni 1906 wird Gabis, westlich von Warmbad, von dem !Gami-#nun-Gruppenführer Johannes Christian angefallen
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01.07. Das Postamt Hatzamas wird geschlossen.
04.07. Die Otavi-Eisenbahnlinie erreicht Otavi. Auf dem nächsten Streckenabschnitt nach Tsumeb muss die Trasse über die Bobosberge eine steile Steigung überwinden.
16.07. Die Römisch-Katholische Missionsstation Omaruru wird wiedereröffnet.
23.07. Johannes Christian und Abraham Morris greifen Uhabis an.
August Die Otavi-Eisenbahnlinie erreicht Tsumeb.
02.08. Die Römisch-Katholische Missionsstation Okombahe wird eröffnet.
06.08. Johannes Christian greift Alurisfontein an.
08.08. Das Gesetz über die Enteignung von "Dissidenten Stämmen" (Ovaherero, Swartbooi, Topnaar, Witbooi-Nama, Kai||khaun (Rote Nation), Bethanien-Nama, Fransman-Nama, Veldschoendrager und Bondelswarts) wird promulgiert. Das bedeutet, dass südlich der Roten Linie nur die Rehoboth- Baster und die Berseba-Orlam (*Hai-*khauan) ihr Land behalten können. Die Dama, die von den Deutschen als "landlose" Gruppe angesehen werden, bekommen einiges Land als Zugeständnis, das ihnen allerdings nicht als Eigentum übertragen wird. (Die Land-Ordinanz von 1906 wird durch eine weitere Ordinanz am 08.05.1907 vertieft). Diese Gesetze erwähnen jedoch nicht die Enteignung des Khauas-Nama-Landes, wie es die kaiserliche Enteignungs-Ordinanz vom Dezember 1905 vorsieht. Der Friedens- und Schutzvertrag vom März 1894 ist ebenfalls immer noch juristisch bindend.
18.08. Die Schlacht von Noibis in den Naraobbergen zwischen Christian und den Deutschen unter Hauptmann Siebert endet mit deutschen Verlusten.
20.08. Die Deutschen unter Hauptmann von Bentivegni schlagen die Nama am Uhabisfluss.
22.08. Johannes Christian unterliegt in der Schlacht von Aos am Backfluss, setzt den Kampf gegen die Deutschen jedoch fort.
September Die Ovaherero Kriegsgefangenenlager von Otjihaenena (Okatumba) und Omburo werden geschlossen. Neue Lager entstehen in Otjosongombe am Waterberg (Missionar Olpp) und Okomitombe bei Gobabis (Missionar Diehl). In den Lagern werden Ovaherero- Gruppenführer und Männer im waffenfähigen Alter systematisch ausgesondert, in summarischen Kriegsgerichtsverfahren verurteilt und hingerichtet, normalerweise durch den Strang. In einzelnen Fällen dürfen Missionare den Verurteilten während ihrer letzten Stunden beistehen. Missionar Meier, der durch einen Fall im Jahre 1905 besonders bewegt wurde, beschreibt ausführlich die letzten Tage von Zacharias Kukuri, dem früheren Führer von Otjosazu. In den Tagen vor seiner Hinrichtung waren Kukuris Arme permanent hinter seinem Rücken zusammengebunden, obwohl er an Pocken litt. Als er dann zum Galgen geführt wurde und ihm die Schlinge um den Hals gelegt wurde "... passierte das Unerhörte, die Schlinge löste sich und der arme Kerl stürzte zu Boden. Er verlor das Bewusstsein für einen Moment, während sich den Zuschauern allgemeine Bestürzung bemächtigte. ... Jedoch sehr bald hoben zwei Soldaten ihn auf, trugen ihn zur Seite, und erschossen ihn auf Befehl des befehlführenden Majors."
Die Lager werden 1908 geschlossen. Danach werden alle Ovaherero älter als sieben Jahre gezwungen, Metall- Identifikationsplaketten um den Hals zu tragen.
Die Römisch-Katholische Kirche beginnt mit der Handwerkerausbildung für Kriegsgefangene.
09.09. Die erste Gruppe von 1 700 Veldschoendrager (5Hawoben), Witbooi-Nama (*Khowesin) und Bethanien-Nama (!Aman) wird in dem Konzentrationslager auf der Haifischinsel im Auftrage von Gouverneur von Lindequist eingeliefert. Diese Namagruppen hatten sich früher den Deutschen ergeben, in der Hoffnung, Würde und Besitz zu bewahren und werden jetzt stattdessen auf der berüchtigten Lüderitzbuchter inhaftiert.
12.09. Das Postamt Owikokorero wird geschlossen.
06.10. Der Rheinische Missionar, Laaf, schreibt an die Rheinische Missionsgesellschaft in Deutschland über die Gefangenen im Konzentrationslager auf der Haifischinsel: "Viele Menschen [Nama] sind schwer krank, hauptsächlich von Skorbut, und jede Woche sterben zwischen 15 und 20 Leute. Genauso viele Herero kommen um, so dass die wöchentliche Schätzung bei 50 Toten liegt." Etwas mehr als zwei Monate später schreibt Laaf einen anderen Brief: "Die Sterblichkeit unter Nama ist erschreckend hoch. Es gibt oft Tage, an denen bis zu 18 Menschen sterben. Heute äußerte der [Witbooi-Nama] Samuel Isaak [der sich den Deutschen im November 1905 in Berseba ehrenvoll ergeben hatte] gegenüber Bruder Nyhoff: ‘Dat Volk is gedaan’ [dieses Volk ist zum Untergang verurteilt]. Wenn das so weitergeht, wird es nicht lange dauern, bis die gesamte Gruppe ausgestorben ist." Im Dezember alleine sterben 263 Gefangene-ein Durchschnitt von 8,5 am Tage, ohne die Toten unter den Ovaherero-Gefangenen. Von den Überlebenden der 573 Nama sind 123 so schwach, dass sie vermutlich demnächst sterben werden.
09./17.10. Der Gouverneurs-Rat hält seine erste Versammlung.
12.10. Das Postamt Kubub wird geschlossen. Einen Tag später wird dafür das Postamt Aus, an der fertiggestellten Eisenbahnlinie von Aus nach Lüderitz, eröffnet.

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Aus nach Lüderitzbucht-Eisenbahnlinie: km 185: Westlich von Aus: Die alten deutschen "Krupp-Schienen", fast 100 Jahre alt, werden entfernt: Blick nach Westen: Richtung Garub: Baufortschritt: September 2002 
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Aus nach Lüderitzbucht-Eisenbahnlinie: km 189 + 400: Westlich von Aus: Alte deutsche Stahlbrücke: Baufortschritt: September 2002 
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Aus nach Lüderitzbucht-Eisenbahnlinie: km 190: Westlich von Aus: Die alten deutschen Stahlschwellen werden gestapelt: Blick nach Westen: Baufortschritt: September 2002 
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Aus nach Lüderitzbucht-Eisenbahnlinie: km 195: Westlich von Aus: Station Ausweiche, wo der steile Anstieg auf über 1 000 m bei Aus Nek beginnt: September 2002
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Aus nach Lüderitzbucht-Eisenbahnlinie: km 200: Grenze zwischen dem Farmgebiet westlich von Aus und dem "Diamanten-Sperrgebiet": September 2002
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Aus nach Lüderitzbucht-Eisenbahnlinie: km 252: Anfang des Neubau-Kontrakts der Lüderitzbucht-Eisenbahn-Kontraktes bei Haalenberg: September 2002
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20.10. Die allgemeine Schulpflicht (nur für "weiße" Kinder) wird eingeführt. Die Verordnung wird am 28.10.1911 ergänzt, um jetzt auch die weiter als 4 km vom Schulort entfernt wohnenden Kinder einzubeziehen.
24.10. Der Chef des Generalstabs von Moltke gibt Zustimmung, dass die staatlichen Eisenbahnlinien wieder der Zivilverwaltung übergeben werden. Der Verwaltungswechsel wird im März 1907 in die Tat umgesetzt.
01.11. Die Eisenbahnlinie von Lüderitz nach Aus (Km 140) wird offiziell eröffnet.
05.11. Der Bondelswartführer Cornelius Stürmann (nicht mit dem Witbooi- "Propheten", dem Griqua Skippers Stürmann, zu verwechseln) ergibt sich Hauptmann Siebert in Lifdood. Diese Übergabe führt zu Friedensverhandlungen mit Oberst von Deimling in Lifdood (21.11.).
12.11. Die Otavi-Eisenbahnlinie von Swakopmund nach Tsumeb (567 km) wird offiziell eröffnet.
Mit der Fertigstellung der Otavi-Eisenbahn wird das Telegraphensystem von Usakos bis nach Tsumeb verlängert (mit einer Stichlinie nach Grootfontein, die am 24.12.1908 eröffnet wird). Im Süden wird das Reichstelegraphennetz von Keetmanshoop nach Ramansdrift über Warmbad und Kalkfontein Süd (260 km) ausgebaut. Wegen der hohen Transportkosten verschlingt der Bau 1 100 Mark pro km, was den Reichstagsabgeordneten Matthias Erzberger zu hitzigen Debatten im deutschen Reichstag veranlasst.
16.11. Führer Fielding von den Bethanien-Nama wird an der Nuobmündung am Oranje geschlagen, entkommt jedoch.
28.11. Das Postamt Tsumeb wird eröffnet.
13.12. In Deutschland werden verschiedene Kolonialskandale und der Krieg in Südwestafrika im Reichstag diskutiert. Der Reichstag wird aufgelöst, nachdem es der Regierung nicht gelingt, eine parlamentarische Mehrheit für einen Zusatzhaushalt für das Schutzgebiet zu erhalten. Die sogenannten "Hottentotten-Wahlen" am 09.01.1907 haben einige Kolonialreformen zur Folge, die allerdings wirkungsvoll von den deutschen Siedlern im Schutzgebiet verhindert werden. Der neu gewählte Reichstag genehmigt die Haushaltsmittel für die Fortsetzung der Süd-Eisenbahn von Aus nach Keetmanshoop (226 km).
23.12. In Ukamas wird der "Weihnachtsfriede" zwischen den Nama (Bondelswarts) unter Johannes Christian und den Deutschen unter von Estorff und Hauptmann Eberhardt von dem Hagen, mit Pater Johannes Malinowski als Vermittler, geschlossen. Die Bondelswarts dürfen sich in der Nähe von Warmbad niederlassen.
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[Inhaltsverzeichnis]

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