DER WEG IST DAS ZIEL - DER ANMARSCH IN DEN HOCH-HIMALAYA: TEIL 2

Klaus Dierks
©  Dr. Klaus Dierks 1982-2004

 

Beim Marschieren ist ohnehin jeder sich selbst der Nächste. Die Gedanken kreisen viel zu häufig um schmerzende Füße, Knie und Schultern, sowie um die ständigen Zweifel, ob man wohl durchhalten wird oder auch nicht. Die anderen Teilnehmer der Expedition werden einem immer gleichgültiger. Eine Expedition in den Himalaya besteht nicht aus einer Gruppe ausgelassener, gesprächiger Bergsteiger, die auf gepflegten Wanderwegen durch eine der schönsten Landschaften der Welt läuft.

Die Wirklichkeit im Himalaya sieht anders aus. Nach stundenlangem, oft qualvollem Laufen zieht sich jeder in sich selbst zurück. Man ist mit seinen Problemen, Leiden, Gedanken und Sorgen vollauf beschäftigt. Das "Scheuklappenstadium", das erste der drei psychologischen Stadien auf einer Himalaya-Expedition, ist erreicht.

Alle halbe Stunde legen wir eine Rast ein und sammeln uns gegenseitig die Blutegel ab - eine wirklich widerliche Angelegenheit. Auf Salz reagieren die "Juga" empfindlich. Nima Lama gibt mir ein Stück Rohsalz, das ich an die Blutegel halte, die daraufhin sofort von der Bißstelle abfallen. Nima schlägt beim Laufen ohne Unterlass auf Zweige und Büsche vor uns, um die Blutegel herabzuschütteln, die zu Millionen in diesen feuchten, subtropischen Wäldern herumwimmeln, sich auf jeden Warmblüter stürzen und tatsächlich auch immer wieder ihren Weg in unsere hohen, dichtgeschnürten Bergschuhe finden. Die Wunden schmerzen nicht, wollen aber nicht aufhören zu bluten und stellen gefährliche Infektionsherde dar. Meine Socken sind immer wieder blutverkrustet und sehen nicht sehr schön aus, wenn auch nicht so schlimm wie die nackten Beine unserer Träger.

Nima Lama, der ein stolzer Sherpa ist, schaut offensichtlich ein wenig auf die Thamang herab. Er spricht mit gutmütigem Spott von ihnen und erzählt uns beispielsweise, daß sie Katzen und Ratten äßen. Allerdings höre ich dasselbe auch von den Thamang über die Sherpa. Viel weiter als solche Neckereien scheinen die Spannungen zwischen den verschiedenen Völkern in Nepal nicht zu gehen. Ich habe jedenfalls nie echte Feindseligkeit erlebt.

Um elf Uhr morgens fängt es bereits an, in Strömen zu gießen. Bis zu unserem geplanten Tagesziel, Laduk, schaffen wir es heute bestimmt nicht mehr. Die Berghänge, die wir jetzt queren, sind oft steiler als eins zu eins und wieder mit Hunderten von etwa zwei bis drei Meter hohen Ackerbauterrassen bedeckt. In den gewittrigen Mittagsschauern werden die schmalen, steilen Fußpfade noch gefährlicher als sonst. Der Weg führt, wie immer, steil hinauf und hinunter. Ein Stückchen völlig ebenes Weges, und sei es auch nur hundert Meter lang, scheint es in Nepal nicht zu geben.

Wir ziehen an der kleinen Dorfschule von Chilangka vorbei. Als die vielen fröhlichen, rotznasigen, apfelbäckigen Kinder uns entdecken, schreien sie alle den nepalischen Willkommensgruß: "Namaste, Namaste!" Die Schule besteht aus einem einzigen Raum, der nur durch eine lochähnliche Öffnung in der Bruchsteinmauer betreten werden kann. Der gestampfte Lehmboden ist mit sauberen Strohmatten ausgelegt, auf denen die Kinder im Schneidersitz hocken. Etwa dreißig Kinder, zwischen fünf und dreizehn Jahren, sitzen in kleinen Gruppen zusammen. Sie lesen die sanskritähnlichen Devanagari Buchstaben mit ungeheurer Geschwindigkeit und machen dabei einen Lärm, wie Kinder es überall auf der Welt tun würden.

Kurz vor vier Uhr nachmittags erreichen wir das kleine Thamangdorf Tschersawa. Die Träger sind weit hinter uns zurückgeblieben. Wir ziehen heute nicht mehr weiter. Auf der anderen Seite des Thuran Khola versperrt ein gefährlich aussehender Erdrutsch mit Steinschlaggefahr unseren Weg. Wir beschließen, diese Strecke besser erst morgen früh anzupacken.

Wir schlafen in einem verrußten Bauernhaus auf einer Lehmterrasse zwischen den Hühnern, von denen eins für uns zum Abendessen geschlachtet wird. Später stellt sich heraus, daß es ganz sicher das magerste und zäheste Exemplar war, das in Tschersawa aufzutreiben war. Auf dem engen Altan werden Strohmatten ausgerollt, auf denen wir dann unsere Schlafsäcke aufschlagen. Unsere Träger kommen erst um fünf Uhr müde angekeucht, als es schon anfängt, dunkel zu werden. Wie alle Thamang-Häuser, die ich bisher gesehen habe, ist auch dieses Haus eine fensterlose Höhle mit einer Feuerstelle in der Mitte, ohne Schornstein oder Kamin. Dazwischen wimmeln Hühner, schwarze Schweine und Ziegen herum. Von der dick-verrußten Decke hängen Maiskolben herab.

So leben wir in dieser abgelegenen Umwelt ohne Eile und Zwang, weit entfernt von der Zivilisation, ohne nach dem Gestern und Morgen zu fragen und nur unseren natürlichen Bedürfnissen unterworfen. Wir bekommen mehr und mehr das Gefühl, daß wir bereits seit Jahr und Tag auf diese Art und Weise unterwegs sind.

Die Nacht auf der schmalen, geländerlosen Lehmplattform unter dem Sternenhimmel erinnert mich an Afrika. Nur das in Nepal immer vorhandene Wasserrauschen fehlt der nächtlichen Stille in Namibia.

Nach der unerlässlichen Katzenwäsche im eiskalten Gletscherbach geht es früh los. Meine Knie schmerzen noch von der gestrigen Anstrengung. Einige Meter unterhalb des Dorfes müssen wir den reißenden Thuran Khola überqueren. Das heranschießende Wasser reicht bis über die Knie und schwemmt Geröll in der Größe von Tennisbällen heran. Ein Sturz in dieses tosende Wasser ginge ganz bestimmt nicht glimpflich ab.

Nach der Flussüberquerung steht uns der steinschlaggefährdete Hang bevor. Von nahem besehen, ist er nicht so schlimm, wie wir erst befürchtet haben. Wir queren den Hang vorsichtig, Mann für Mann und Schritt für Schritt, und sind danach froh, daß wir diese steile Fläche aus losem Geröll sicher hinter uns gebracht haben. Die Blutegelplage ist heute nicht weniger lästig als gestern. Meine ewig feuchten Bergschuhe wimmeln von Juga, die immer wieder ihren Weg in die Socken hineinfinden und mir das Blut abzapfen.

Wir passieren das kleine Thamangdorf Laduk etwas oberhalb. Hier treffen wir zwei kleine, vielleicht zehn Jahre alte Mädchen, die auf diesen spiegelglatten Pfaden Tragkörbe mit Gartenerde schleppen. Ich hebe einen an und stelle fest, daß er sicher schwerer als mein etwa fünfzehn Kilogramm wiegender Rucksack ist.

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Bauern in Laduk, mit Tamba Kosi-Schlucht im Osten 
Photo: Copyright: Klaus Dierks

Hoch über dem Tamba Kosi, der durch eine der Haupt-Durchbruchs- Schluchten des Himalaya fließt und aus Tibet kommt, biegen wir nach Norden ab. Von einer großen Tschörte haben wir einen überwältigenden Blick auf das teilweise von Wolken verhüllte, über 7 000 Meter hohe Gaurisankarmassiv. Der Weg wird ab hier durch tief ausgespülte Querrinnen und unzählige, von unter den Füßen wegrollenden Steine noch unpassierbarer als vorher. Zwischendurch geht es auch immer wieder über zahllose unregelmäßige Treppenstufen auf und ab.

Wir machen bei einem einsam gelegenen Thamang-Bauernhaus Mittagsrast. Der zerlumpte Bauer und seine Familie empfangen uns mit nepalischer Freundlichkeit. Der Bauer ist gerade dabei, mit einem primitiven Holzhakenpflug den Hausacker zu pflügen. Die Frau des Hauses folgt ihm nach und pflanzt mit einem Grabstock die Kartoffeln.

Selbst hier, in dieser weltfernen ländlichen Ecke von Nepal, sind Bevölkerungsexplosion und Mangel an anbaufähigem Boden, der durch Erosion und rücksichtsloser Abholzung der einheimischen Wälder ständig zunimmt, ein ungelöstes Problem. Die Produktivität der Landwirtschaft muß daher unbedingt gesteigert werden. Achtzig Prozent aller nepalischen Bauern bauen Erdfrüchte an, aber die Anbaumethoden sind, wie hier in Gyalsung, immer noch vorsintflutlich. Der Boden wird mit einer Hacke umgegraben oder mit einem primitiven, oft von Menschen gezogenem Holzhakenpflug umgepflügt. Dünger ist fast unbekannt. Menschliche und tierische Exkremente werden gebraucht, um den wachsenden Energiebedarf zu decken. Die Weidegebiete sind hoffnungslos überstockt.

Die meisten Bauern sind noch Pächter auf dem Grund und Boden, der den Großgrundbesitzern Nepals gehört. Von einer graduierlichen, gesunden Landreform wird in Kathmandu zwar geredet, aber in der Praxis wird wenig getan. Die Verschuldung der Pächter ist ungeheuer. Schon einige hundert Rupien - nach unseren Maßstäben ein lächerlicher Betrag - bedeuten für einen nepalischen Bauern viele Jahre harter Arbeit, und nur in seltenen Fällen können die Schulden völlig abgelöst werden. Von diesen Problemsituationen der ländlichen Bevölkerung Nepals ahnt der oberflächliche Beobachter im Allgemeinen nichts. Die immer vorhandene Freundlichkeit und Gastfreiheit lassen von diesen kaum überwindlichen und immer größer werdenden Schwierigkeiten nur wenig spüren.

Der Sohn des Hauses hat eine entsetzliche, bereits brandige Wunde am Fuß. Wir können nicht feststellen, was die Ursache dieser Verletzung ist. Hier oben gibt es natürlich keinerlei ärztliche Hilfe. Er kann mit diesem Bein auch nicht mehr die sechs Tage nach Kathmandu laufen, und wir können ihm nicht helfen. So muß er wohl elend zugrunde gehen. Der psychische Stress wird bei diesem Anblick, bei dem Gedanken des Nichthelfenkönnens und der nicht vorhandenen ärztlichen Versorgung - auch für uns selbst - noch größer.

Es nimmt nicht wunder, daß die durchschnittliche Lebenserwartung der Nepali immer noch weniger als dreißig Jahre beträgt. Fünfundneunzig Prozent der gesamten Bevölkerung lebt ohne regelmäßige ärztliche Versorgung, achtzig Prozent hat noch nie einen Arzt gesehen. Malaria ist unter den vielen Krankheiten, die hier vorkommen, der größte Mörder. Nur das alt-nepalische Volk der Tharu im Terai soll gegen Malaria immun sein. Tuberkulose tritt häufig auf, was möglicherweise auf die weitgehende Unterernährung und andere Mangelerscheinungen zurückzuführen ist. Andere Plagen sind Asthma und Kropf, sowie Geschlechtskrankheiten und das auch in Nepal langsam zunehmende "HIV-Aids". Typhus grassiert, und Amöbeninfektionen sind die häufigste Todesursache bei Kleinkindern. Choleraepidemien und selbst Aussatz kommen immer wieder vor. Bei dieser Sachlage ist unsere gut ausgestattete Rucksackapotheke nur ein geringer Trost.

Am Nachmittag ziehen sich in den Tälern, die vor dem Gaurisankar liegen, schwere Gewitter zusammen. Es gibt unwahrscheinliche Regenbogenstimmungen über diesen tiefen, V-förmigen Tälern, die oft Tausende von Meter tief abfallen. Wir waschen uns - wohl das letzte Mal, ehe es in den Hoch-Himalaya geht - gründlich und splitterfasernackt unter einem eisigen Wasserfall. Die Träger schauen derweil verlegen zur Seite. Unsere Körper sind im Nu von Blutegeln übersät, die wir uns dann gegenseitig absammeln.

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Gyalsung: Blick nach Osten in das Tamba Kosi-Tal  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

In dem winzigen Dorf Jagat, das nur aus drei Häusern besteht, übernachten wir wieder auf dem schmalen, geländerlosen Balkon eines schönen, mit Schnitzereien verzierten Thamanghauses. Um 18 Uhr liegen wir - wie jeden Tag - bereits in unseren Schlafsäcken. Etwa tausend Meter unter uns rauscht in einer tiefen Schlucht der Tamba Kosi dahin. Ringsumher erheben sich die steilen, mehr als viertausend Meter hohen bewaldeten Berge. Im Norden stehen im Mondschein in erhabener Einsamkeit die gewaltigen Eisgipfel des Rolwaling-Himal.

Beim Aufstehen erlebe ich nach langer traumloser Nacht das jeden Morgen gleiche Hörspiel. Nima Lama betet bereits seit geraumer Zeit in seiner Ecke vor sich hin. Der in der Nacht aufgekommene Regen trommelt auf das Holzschindeldach, der feuchte Holzrauch bringt unsere Augen zum tränen, und eine Thamangfrau zerstampft im Holzmörser Gerste und Mais zu Tsampa. Überall wimmeln Kleinkinder, struppige Hunde, Hühner und schwarze Schweine herum.

Ich fühle mich recht schlapp heute morgen und merke leider, daß meine Verdauung gar nicht in Ordnung ist. Während ich, in trübe Betrachtungen versunken, hocke, bin ich, wie in den letzten Tagen schon so oft bei derartigen "Geschäften", von einem Kreis neugieriger, rotznasiger Kinder umgeben, die nicht einsehen wollen, daß mir ihr Verhalten äußerst lästig ist.

Nach dem Frühstück geht es heute zur Abwechslung einmal nicht steil bergauf, sondern steil bergab. Wir müssen fast tausend Meter tief in die Tamba Kosi Schlucht absteigen. Die Gewissheit, daß diese gleichen Höhenmeter heute nachmittag wieder aufgestiegen werden müssen, ist nicht gerade erheiternd.

Meine schon seit Wochen andauernden schweren Halsschmerzen mit hartnäckigem Husten sind über Nacht schlimmer geworden. Ich spucke dicken, grünen Schleim auf die nepalischen "Batos". Das entspricht in diesem Augenblick meiner moralischen Verfassung! Die Vegetation im Tamba Kosi ist tropisch. Überall zwischen den Urwaldbäumen wachsen Bananen- und Papayastauden. Wir bewundern die farbenprächtigen Schmetterlinge und die Vielfalt der exotischen Vögel.

Der Weg ist heute auch nicht besser als gestern. Er ist, immer wieder von Erdrutschen unterbrochen, glatt und schlüpfrig. Manchmal ist er nur zwei Hände breit und klebt an senkrechten, viele hundert Meter abfallenden Abstürzen. Alle Viertelstunde wird angehalten, um die Blutegel von den Beinen zu entfernen. Im normalen Zustand sind die "Juga" ein bis zwei Zentimeter lange, sehr dünne Fadenwürmer. Sobald sie ein Opfer gefunden haben und sich festgesaugt haben, schwellen sie auf ein Vielfaches ihres Durchmessers an und werden auch beträchtlich länger. Neben dem bereits erwähnten Rohsalz hilft auch ein brennendes Streichholz, sie zum Abfallen zu bewegen. Abreißen hilft nicht, weil dann Teile des Blutegels in der Wunde zurückbleiben und fast immer zu bösen Entzündungen führen.

Ein von Westen kommender Wildbach, der Gongar Khola, wird auf einem stark schwankenden Baumstamm überquert. In der Ferne sehen wir die schönen Scheeberge der Lapchi Kang Bergkette an der tibetischen Grenze. Bei Gongar treffen wir auf den Hauptkarawanenweg, der von Charikote über Chhogsham nach Tibet führt. Wir begegnen einer Reihe von Trägern, die Salz aus Tibet transportieren. Dieser früher so wichtige Salzhandel zwischen Tibet und Nepal wird erst seit 1980 wieder im beschränktem Maße von den Chinesen geduldet. Trotzdem ist das salzlose Nepal immer noch gezwungen, seinen Salzbedarf hauptsächlich in Indien zu decken. Der Tausch von landwirtschaftlichen Gütern gegen indisches Salz spielt eine ungeheure Rolle im nepalischen Warenverkehr. In den Wintermonaten tragen einige hunderttausend nepalische Bauern ihre kärglichen, den Feldern mühsam abgerungenen Produkte nach Süden zu den Marktplätzen an der indischen Grenze. Toni Hagen hat versucht, die Zahl der Bauern zu schätzen, die jedes Jahr vier bis acht Wochen unterwegs sind, um ihre Produkte gegen Salz einzutauschen und kam auf die unglaubhafte Zahl von zwei bis drei Millionen wandernder Bauern.

Das Transportwesen, das immer noch fast ausschließlich auf Träger angewiesen ist, wird durch eine Geschichte beleuchtet, die ich 1960 in Kathmandu erzählt bekam. Die damaligen Zustände haben sich in der Zwischenzeit trotz mehrerer Fünfjahrespläne für den Straßenbau nicht wesentlich geändert. Im Winter 1957/58 litten das Tal von Kathmandu und der Osten Nepals unter einer schweren Hungersnot. Die Vereinigten Staaten von Amerika sprangen ein und boten Lebensmittelhilfe an, obwohl der westliche Teil des Landes zu jener Zeit einen Reisüberschuss geerntet hatte, mit dem ganz Nepal hätte ernährt werden können. Wegen der fehlenden modernen Verkehrswege war es für die nepalische Regierung jedoch günstiger, amerikanisches Getreide über Kalkutta nach Nepal einzuführen, anstatt einige Monate lang eine ganze Armee von Trägern in Bewegung zu halten, um den westnepalischen Reis in den Osten des Landes zu transportieren.

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Tribeni im Tamba Kosi-Tal  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

In Gongar machen wir mit den tibetischen Salzhändlern Mittagsrast. Nima Lama will diese Begegnung sicher zu geruhsamen Gesprächen ausnützen. Offiziell entschuldigt er sich damit, daß es zwischen Gongar und der tibetischen Grenze, auf die wir zusteuern, kein trockenes Holz zum Feuermachen gäbe. Hier endlich habe ich die Gelegenheit, meine ewig durchnässten Bergschuhe in der Sonne zu trocknen. In einer recht primitiven strohgedeckten Hütte haust eine Thamangfamilie. Sie lebt hier am Ende der Welt. Die Menschen sind armselig und zerlumpt, befinden sich aber in einer paradiesischen Umwelt. Wir stellen fest, daß diese Thamang noch nie in Kathmandu, das sie Nepal nennen, gewesen sind. Bahadur Mangar will wohl vor den tibetischen Salzhändlern mit seinen Kochkünsten prahlen und überschlägt sich geradezu in der Auswahl seiner kulinarischen Genüsse. Es gibt Reis mit Brennnesselgemüse in scharfer Currysause. Es wundert mich wirklich nicht mehr, daß wir immer kraftloser werden!

Gongar ist die letzte Thamangsiedlung im Tamba Kosi Tal. Die nächste Siedlung, Simi Gaon (Bohnendorf), ist wieder eine Sherpaniederlassung, und dort beginnt das ersehnte Sherpaland, das auf das Dach der Welt führt.

Nördlich von Gongar ziehen wir durch eine der tiefsten und engsten Durchbruchsschluchten im ganzen Himalaya. Vor der Grenze zu Tibet liegt nur noch eine Sherpasiedlung, Lamabagar, die wir aber nicht sehen werden, da wir vorher nach Osten in das Rolwaling-Tal abbiegen. Der mühselige Marsch durch die wildromantische Tamba Kosi Schlucht ist ein ganz großartiges Erlebnis für uns. Die fast senkrechten, schwindelerregend hohen Felswände über uns sind mit tropischer Vegetation überwuchert. Hunderte von Meter hohe Wasserfälle, die sich manchmal bereits in halber Höhe in Wasserstaub auflösen, scheinen vom Himmel zu fallen. Der handbreite, von Feuchtigkeit glatte Pfad schwebt wie eine am Felsen angeklebte Leiste hoch über dem Tamba Kosi, der in Stromschnellen wild zwischen den hausgroßen Felsbrocken dahinschäumt. Überall sieht man bunte Eidechsen und farbenprächtige Vögel, die dieses geradezu unheimlich wirkende Paradies abrunden. An einigen Stellen ist die Schlucht so eng, daß sich der Tamba Kosi in haushohen Wellen und brüllendem Getöse durch die glatten Felswände hindurchzwängen muß. Wir selbst müssen immer wieder durch herabstürzende Wasserfälle hindurchmarschieren und werden dabei natürlich von Kopf bis Fuß nass.

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Durchbruchs-Schlucht desTamba Kosi  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

An der engsten Stelle der Tambaschlucht gibt es eine bedenklich schwankende Hängebrücke an rostigen Drahtseilen, die vermutlich von den Dorfschmieden von Those hergestellt wurden. Beim Betreten schwankt die ganze Konstruktion beängstigend hin und her, man sollte sich deshalb auch nur einzeln hinüberwagen. Sie ist ständig in eine Wolke von Wasserstaub gehüllt.

Nach glücklicher Überquerung dieser kühnen Fußgängerbrücke geht es von 1 400 Meter auf einem steilen Zickzackweg einen 700 Meter hohen Felsen hoch, den die Sherpa Langur-Klippen nennen. Das Wort "Langur" heißt Affe und deutet daraufhin, daß es in dieser Gegend die ersten möglichen Yeti-Anwärter gibt. Die typische Himalayalandschaft, die steil aufragenden Felswände, die dichten schweigenden Urwälder unterhalb der Baumgrenze, die ersten Eisriesen des Rolwaling - alles dies könnte die Heimstätte für den geheimnisvollen Fels- und Schneemenschen sein. Rolwaling und Khumbu gelten als die letzte Zuflucht für dieses mysteriöse, menschenähnliche Wesen.

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Die Tschörten von Simi Gaon  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

In einer Stunde haben wir die siebenhundert Meter Höhendifferenz überwunden. Ich bin froh, daß wir Simi Gaon und damit die Schwelle zum Hoch-Himalaya erreicht haben. Die hoch über den Langur-Klippen gelegene Streusiedlung hat etwa dreihundert Einwohner. Nachdem wir an einer schönen Manimauer gerastet haben, steigen wir zur Gompa hoch, die über dem Dorf auf einer Höhe von 2 019 Meter liegt. Der Lama des Klosters schließt ein uraltes, handgeschmiedetes tibetisches Vorhängeschloss auf, und wir betreten den Hauptraum der Gompa. Nima Lama wirft sich der Länge nach vor dem Hauptaltar mit dem Standbild des Guru Rimpoche, einer der Propheten des tibetischen Buddhismus, nieder. Das mit ausgebreiteten Armen Auf-den-Bauch-Werfen ist eine besonders anrührende Gebärde der frommen Tibeter vor ihren Göttern. Der Tempelraum, Dukhang genannt, ist unter einer niedrigen Holzdecke, an der man sich leicht den Kopf stoßen kann, voller warmer Schatten auf den bunten Holzmalereien und den vielen funkelnden Gegenständen: meditierende vergoldete Buddhas, grell-bunt verzerrte Fratzen erzürnter Dämonen des tibetischen Buddhismus, Pfauenfedern, Gongs, Lamatrompeten und Butterteegefäße. In vielen Fächern sind die einhundertundacht heiligen Bücher des Kangschur, der Bibel des tibetischen Buddhismus, untergebracht. In einem kleinen Raum neben dem Dukhang befindet sich eine schön bemalte zylindrische Gebetsmühle aus Holz, deren Höhe und Durchmesser etwa drei Meter betragen. Die Manimühle ist bis zum Rand mit heiligen Gebetspapieren gefüllt, und jeder knarrenden Umdrehung entspricht das Sprechen der Gebete aller dieser Papiere. Nach jeder Umdrehung der Mühle erklingt eine melodische Glocke, die den Göttern die weitere Vollendung dieser frommen Aktivität anzeigt. Wir schlagen unser Nachtlager direkt zu Füßen der Manimühle auf.

Sherpakinder holen Wasser aus einer weit entfernten Quelle. Zur Belohnung erhalten sie von uns Süßigkeiten, auf Nepali Mitho genannt. Sie öffnen dabei ihre Hände genauso wie die Kinder in Namibia. Mitho sind bei Sherpakindern, wie bei allen Kindern der Welt, sehr beliebt. Nach der Begrüßung "Namaste" folgt meist sogleich das Wort "Mitho". Allerdings raten die Ärzte vom Edmund Hillary Hospital in Khunde ab, allzu freigebig mit Mitho zu sein, da durch die von Touristen hereingebrachten und vorher weitgehend unbekannten Mitho die Zahnfäule in Nepal, bei fehlender zahnärztlicher Versorgung, immer mehr zunimmt.

Wir blicken von der Gompa in das tiefe, waldreiche Tamba Kosi Tal, das im Norden von zackigen, eisgepanzerten Gebirgsketten abgeschlossen wird, die weit nach Tibet hineinreichen. Die andere Seite des Bergrückens, auf der die Gompa von Simi Gaon liegt, fällt steil in das Rolwaling-Tal ab. Leider ist der Gaurisankar hinter Wolken. Es ist tröstlich zu wissen, daß es jetzt hauptsächlich nur noch bergauf geht und keine tiefen Täler mehr überquert werden müssen.

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Blick vom Rolwaling-Dorf Simi Gaon nach Westen in das Tamba Kosi-Tal  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

Bahadur verwöhnt uns heute abend mit chinesischen Spagetti und Spiegeleiern. Als es tief unten im Tambatal bereits dunkel wird, taucht plötzlich ein von den letzten Sonnenstrahlen getroffener namenloser Schneegipfel in Tibet auf. Er leuchtet noch einmal wie ein geheimnisvolles Juwel, und dann reißen auch noch die Wolken im Nordosten für Sekunden auf und geben das mächtige, unirdisch wirkende Eismassiv des heiligen Gaurisankar frei. Zu Füßen der großen Gebetsmühle von Simi Gaon schlafen wir in dieser Nacht gut, wenn auch etwas beengt.

Am nächsten Morgen ist alles grau in grau. Die Berge sind in dichten Nebel gehüllt, aus dem es unaufhörlich nieselt. Das Wetter ist wirklich zum Verzweifeln! Es ist für mich keine Überraschung, daß sich meine wochenlange Erkältung über Nacht in die Bronchien verzogen hat. Wir sitzen trübsinnig vor der Gompa im Nebelregen und zwingen uns Tschapaties, das indische Fladenbrot, sowie indische Erdnussbutter, Langtang-Käse, Marmelade aus dem nepalischen Terai, sowie schwarzen Tee - Pika Tscha - die wunden Kehlen hinunter. Nach diesem Luxusfrühstück geht es durch dichten, tropfenden Urwald und den immer stärker werdenden Regen zahllose steile, unregelmäßige Serpentinen hoch. Mit der größeren Höhe wird es bald spürbar kälter. Der Wald ist in undurchdringlichen Nebel gehüllt.

Der nicht endenwollende Regen geht uns durch und durch und läßt uns alle erstarren. Ich segne die zweckmäßige Bergsteigerkleidung, über die wir glücklicherweise verfügen. Unsere Träger dagegen sind nur in Baumwollfetzen gehüllt und laufen barfuß. Einige besitzen fadenscheinige Decken, die sie als Regenschutz benutzen. Ich empfinde unseren Trägern gegenüber eine tiefe Zuneigung, die ihnen gegen den Regen leider jedoch auch nicht hilft.

Auf etwa 2 700 Meter Höhe liegt eine kleine Siedlung, Shapka, die sich als nichts weiteres als eine elende Waldhütte entpuppt. Wir kaufen hier Yakbutter, die bereits ranzig ist, was sich allerdings erst später herausstellt. Sie gibt dem tibetischen Buttertee - Bö Tscha - wenigstens die richtige Geschmacksnote.

Dann geht es im Regen auf entsetzlichen Waldwegen, über schlüpfrige Felsen und auf flechtenbewachsenen Baumstämmen, über die wir balancieren und die glatt wie Eis sind, weiter. Das ganze Unternehmen ist eine unmenschliche Schinderei, und das erst recht, wenn man sich nicht gesund fühlt und keine ärztliche Hilfe zur Verfügung hat. Das "Scheuklappenstadium" erreicht seinen ersten Höhepunkt! Ich frage mich immer wieder, ob diese Quälerei noch irgendeinen vernünftigen Sinn hat. Ich kann mich nicht einmal mehr an den herrlich weiß- und rotblühenden Magnolienbäumen erfreuen.

Um 11 Uhr 30 sitzen wir im Regen auf moosbewachsenen Steinen und machen Mittagsrast. Mein Appetit ist unter diesen Umständen nicht so gut wie sonst. Auch nach der Mittagspause will der Regen nicht aufhören. Wir waten durch knöcheltiefen Schlamm und klettern über schlüpfrige Felsblöcke. Wir tasten uns über die berüchtigten Bretter an senkrechten Felswänden, eine äußerst fragwürdige, instabile Konstruktion aus Astgabeln, die auf kleinen Felsvorsprüngen verkeilt ist. Auf diese Astgabeln werden Zweige und Bretter gelegt, über die man mit dem Gesicht zum Fels vorsichtig hinüberbalanciert. Aber das Scheuklappenstadium sorgt dafür, daß mir die Bretter - und alles andere ebenso - herzlich gleichgültig sind.

Der Körper glüht im Fieber, die Lunge pfeift. Aber wenigstens gewinnen wir - langsam aber sicher - an Höhe. Am frühen Nachmittag erreichen wir wieder 3 000 Meter. Später ziehen wir durch einen abgebrannten Zedernwald, der, den Erzählungen der Sherpa zufolge, vor einem halben Jahrhundert durch Blitzschlag ein Raub der Flammen wurde und sich nie wieder regeneriert hat. Durch die unheimlichen schwarzen Baumstümpfe hindurch habe wir einen faszinierenden Blick auf die Rolwalingschlucht, die so steil, wild und tief ist, daß nicht einmal die Sherpa des Rolwaling in der Lage waren, eine Route hindurchzufinden. Der dunkle Abgrund ist so dicht bewaldet, daß wir nicht den Boden ausmachen können. Nur das Tosen des Rolwaling Flusses tönt zu uns herauf.

Um 15 Uhr 30 beschließen wir, auf einer steinigen Lichtung in einem wunderbaren Zedernwald direkt am rauschenden Rolwaling Chu unser Nachtlager einzurichten. Es regnet immer noch in Strömen. Während wir unsere Zelte aufschlagen, reißen plötzlich die Wolken für einige Minuten auf. Im Osten stehen in wunderbarer Klarheit, direkt vor uns, die eisigen Riesenberge des Rolwaling-Himalaya. Bahadur bekommt es unter diesen feuchten Umständen tatsächlich fertig, mit klatschnassem Holz Feuer zu machen. Als Energiespender gibt es tibetischen Buttertee mit der ranzigen Yakbutter aus Shapka. Leider haben unsere Träger diese Butter in einem ungegerbten Sack aus Yakfell transportiert. Durch diese betrübliche Tatsache ist unser Tee, kulinarisch recht pikant, mit Yakhaaren durchmischt. Ich trinke diese echte "Himalaya Delikatesse", die mir aus meiner Zeit mit den Soldaten der Volksrepublik China im Jahre 1959 noch in frischer Erinnerung ist, mit recht gemischten Gefühlen. Im Gegensatz zu damals kann ich den unangenehmen Yakbuttergeschmack diesmal jedoch mit einem Schluck "Khukri Rum" verfeinern. Als ich dann um 18 Uhr in den tröstlichen und glücklicherweise schnell warm werdenden Schlafsack krieche, habe ich das Gefühl, daß viel Schlimmeres nicht mehr über mich kommen könne. Dabei ist mir klar, daß dies alles, was wir bisher erlebt haben, nur ein harmloser Spaziergang gegenüber dem ist, was uns noch bevorsteht. Wirkliche Grenzerlebnisse und die Zeiten, wo wir keine "Luft zum Atmen" mehr haben werden, hält das Schicksal noch für uns bereit.

Nach der ersten wirklich kalten Nacht mit Frost und Raureif auf den Bäumen haben wir am nächsten Morgen schönstes, völlig klares, wolkenloses Wetter. Unsere bedauernswerten Träger sassen und lagen die ganze Nacht dichtgedrängt um das Feuer herum, schlugen Hände und Arme gegeneinander und versuchten ziemlich vergeblich, sich warm zu halten. Heute werden sie ihre Dienste mit der Ankunft im fast 4 000 Meter hohen Beding beenden und mit ihrem sauer verdienten Geld in wärmere Regionen zurückkehren.

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Bergurwälder in der Rolwaling-Schlucht: Blick nach Norden  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

Im Osten ragen zwei gewaltige Eisriesen des Rolwaling in den klaren, tiefblauen Nachmonsunhimmel, der Chekigo (6 275 Meter) und weiter im Süden der Tabayabyum (5 555 Meter). Vor diesen Bergen muß Beding, der Hauptort des Rolwaling, liegen. Wir wandern den wunderbaren Gipfeln entgegen, nachdem wir um sechs Uhr aufgebrochen sind. Zunächst geht es über die vom gestrigen Regen noch feuchten Wege durch die letzten Tannenwälder vor der Baumgrenze, die hier bei etwa 4 000 Meter beginnt. Immer wieder erwarte ich, plötzlich einem Himalayabären, den es hier noch häufig geben soll, gegenüberzustehen. Einmal sehe ich im Unterholz ein Tier davonhuschen, das wie ein Waschbär aussieht. Nach einer Stunde kreuzen wir die verrottete Holzbrücke über den Rolwaling Chu und laufen auf der nördlichen Talseite weiter. Bei der Durchquerung der Tongmarnangschlucht, die direkt vom Manlunggletscher herunterkommt, erhebt sich der 7 145 Meter hohe Gaurisankar, ein gewaltiger, doppelgipfliger eisgepanzerter Berg, direkt über uns. Langsam bekommt die Schinderei dieses Trecks einen Sinn.

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Blick nach Osten zu den Sechs- und Siebentausendern des Rolwaling  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

Obwohl wir uns bereits einige Tage im Herzen des Hoch-Himalaya aufhalten, haben wir die wirklich hohen Berge erst heute morgen in voller Klarheit zu Gesicht bekommen. Mit jeden weiteren hundert Höhenmetern, die wir hochsteigen, tauchen immer neue Berge des Rolwaling auf. Den ganzen Tag haben wir den mächtigen Gaurisankar vor Augen. Mit jedem Kilometer, den wir zurücklegen, ändert sich sein Aussehen. Wir haben das Dach der Welt erreicht! Für die frommen Bewohner des Himalaya ist der Gaurisankar der allerheiligste Berg des höchsten Gebirges der Erde. Der "Weg" und damit die erste Phase der Trekking-Expedition liegen hinter uns. Ob der Weg zum Ziel geführt hat, wissen wir noch nicht. Es wird sich in den Wochen, die vor uns liegen, herausstellen. Das Erreichen des Sherpalandes im Rolwaling und der alten tibetischen Ortschaft Beding ist für mich ganz sicher die letzte Stufe auf dem "Wege" und die erste Stufe zum Ziel.

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Die ersten Sherpa-Hochdörfer im Rolwaling: Blick nach Osten, Richtung Beding  
Photo: Copyright: Klaus Dierks

Seit meinem Rolwaling-Treck im Jahre 1980 habe ich noch viele Wege im Himalaya, auf verbotenen Pfaden in Tibet, dem Karakorum und zum höchsten Berg Afrikas angepackt, um das Ziel zu erreichen. Ich weiß allerdings auch heute noch nicht, wo dieses Ziel nun eigentlich liegt. Sind es nun die höchsten Berge der Welt oder liegt das Ziel mehr im Imaginären, vielleicht in uns selbst? Ich muß wohl noch mehr Wege anpacken, um festzustellen, ob es ein Ziel gibt und wo es liegt.

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Inhaltsverzeichnis

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