1903 Der Import des Jahres beläuft sich auf 8 330 000 Mark, der Export auf 3 540 000 Mark.
36 000 km2, 10% des Grundbesitzes, der für Siedler reserviert ist, wurden bis jetzt verkauft.
In der Kolonie gibt es sechs Bezirksämter mit 13 Distriktämtern: 1. Outjo (Hauptmann Kliefoth) mit Zesfontein (Oberleutnant Friedrich von Schönau-Wehr); 2. Omaruru (Hauptmann Franke) mit Karibib (Zivildistriktschef Kuhn); 3. Swakopmund (Dr. Fuchs); 4. Windhoek (Windhuk)(Gustav Duft) mit Okahandja (Distriktschef Zürn) und Rehoboth (Leutnant Böttlin); 5. Gibeon (Karl Henning Konrad von Burgsdorff) mit Maltahöhe (Graf Alfred von Kageneck) und 6. Keetmanshoop (Dr. von Eschstruth) mit Bethanien (Georg Wasserfall) und Warmbad (Stellvertretender Distriktschef Walter Jobst) sowie zwei Militärdistrikte: Gobabis (Kurt Streitwolf) und Grootfontein (Richard Volkmann).
Die Rheinische Missionsgesellschaft hat bis jetzt 15 Missionsstationen, 32 Nebenstationen und 48 Missionsschulen mit 1 985 Schülern und 7 508 Gemeindemitgliedern im Ovahererogebiet geschaffen, sowie acht Missionsstationen, eine Nebenstation und fünf Missionsschulen mit 472 Schülern und 5 111 Gemeindemitgliedern im Namagebiet.
Die Kongregation der Oblaten des St. Francis de Sales gründet eine Missionsstation in Heirachabis mit zwei Patern, vier Nonnen, 50 Europäern und 200 Nama (130 getauft).
Die Siedler besitzen ca. 40 000, die Einheimischen ca. 50 000 Rinder.
Der erste Regierungsgeologe, Friedrich W. Voit, nimmt seine Arbeit auf. 1904 kommt Heinrich Lotz hinzu. 1906 wird Lotz von Paul Range abgelöst. Georg Hartmanns geologische Arbeiten im Kaokoveld werden von J. Kuntz und C. Krause fortgesetzt (1910). Ernst Reuning untersucht Teile der Namib-Wüste im Auftrage der Kaoko Land- und Minengesellschaft. Ernst Rimann prospektiert für die Hanseatische Land-, Minen- und Handelsgesellschaft für SWA in der Umgebung von Rehoboth und Gobabis.
Der Rheinische Missionar Christian Spellmeyer übernimmt die Missionsstation in Gibeon (bis 1939). Er versucht, den Führern der Witbooi-Nama eine größere Rolle in der Missionsarbeit zu übertragen, wird dabei aber von seinen Kollegen in der Rheinischen Missionsgesellschaft wirkungsvoll behindert.
799 Strafen werden von den Gerichten während des Jahres 1902/03 gegen Namibier verhängt, 473 sind davon Körperstrafen. Der Rest besteht aus Gefängnisstrafen.
"Weiße" Gesetzesübertreter werden in zunehmendem Maße von den Gerichten begünstigt. Einer der Gerichtsfälle ergibt Freispruch für einen gewissen Dietrich, nach dem Mord an der Schwiegertochter des Otjimbingweführers Zacharias Zeraua. Die Ovaherero entfesseln einen Sturm des Protestes. Daraufhin befindet ein Revisionsgericht Dietrich für schuldig und verurteilt ihn zu drei Jahren Gefängnis.
91 892 Liter Alkohol werden verkauft, davon 4 400 Liter an Einheimische.
Die Gibeon Schürf- und Handelsgesellschaft wird mit deutschem Kapital gegründet, um die diamantenhaltige "blaue Erde" (Kimberlit) bei Gibeon auszubeuten. Leider werden keine Diamanten gefunden, und die Gesellschaft wird 1910 aufgelöst.
Eine deutsche Schule wird in Karibib gegründet.
34 Postämter sind bis jetzt im Schutzgebiet eingerichtet worden.
Eine Postreiterverbindung zwischen Swakopmund und Walvisbucht wird wöchentlich eingerichtet.
Das örtliche Telephonnetz wird in Okahandja eröffnet.
Leutwein veröffentlicht die folgenden mittleren Regenmengen für die drei Jahre zwischen 1901 und 1903: Grootfontein: 521 mm, Windhoek: 226 mm, Gobabis: 339 mm, Gibeon: 85 mm, Keetmanshoop: 83 mm und Bethanien: 69 mm.
Während des Jahres 1903 werden 52 Bohrlöcher mit einer totalen Bohrtiefe von 2 600 m, mit einer Erfolgsrate von 40%, gebohrt.
Die Witwatersrand Native Labour Association (WNLA) schließt ein Abkommen mit der deutschen Kolonialadministration, das die Anwerbung von namibischen Arbeitskräften für südafrikanische Bergwerke erlaubt. Mehr als 1 000 namibische Arbeitskräfte gehen in die Goldbergwerke am Witwatersrand. In der gleichen Zeit kommen allerdings auch Tausende von Bauarbeitern aus der südafrikanischen Kap-Kolonie (Kap-Nguni) nach Namibia, um auf den namibischen Eisenbahnen zu arbeiten.

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Ovaherero-Gräber auf dem Rheinischen Missionsfriedhof in Okahandja: Otjozondjupa Region: August 2003
Copyright of Photos: Dr. Klaus Dierks

01.01. Die "weiße" Bevölkerung zählt 4 640 Personen, wovon 780 Personen Militärkräfte und 159 Personen Regierungsangestellte sind. Davon sind 622 Männer verheiratet, 42 Ehen bestehen mit einheimischen Frauen. Die Anzahl der Buren beläuft sich auf 973.
16.01. Der Name Windhoek wird durch Regierungsdekret nach Windhuk verändert.
12.02. Die steinerne Hafenmole (375 m lang) in Swakopmund wird offiziell von Friedrich von Lindequist, in Gegenwart des Magistrats von Walvisbucht, Charles George, und dem Manager der Damaraland Guano Company Ltd., Carew Elers vom Kreuzkap, eingeweiht. Die Hafenmole versandet allerdings innerhalb weniger Jahre. Deshalb wird bereits im November 1904 mit dem Bau einer hölzernen Landungsbrücke begonnen.
März Seit April 1902 sind 28 Schiffe in Swakopmund gelandet.
01.03. Das Postamt Kapenoussëu wird in Waldau umbenannt.
02.03. Samuel Maharero verkauft das Anwesen Otjihavera an die Firma Wecke und Voigts.
16.03. Die Römisch-Katholischen Missionare Ludwig Hubert Maria Hermandung, Josef Filliung und Biegner erreichen den Okavango in der Nähe von Nkurenkuru.
31.03. Es gibt 199 Zuchtpferde in Nauchas und 160 in Areb.
23.04. Die Römisch-Katholische Missionsstation in Epukiro wird gegründet.
12.05. Die South West Africa Company (SWAC) überträgt die Minenrechte für die Kupfervorkommen im Otavi-Bergland der Otavi Minen- und Eisenbahngesellschaft (O.M.E.G.). O.M.E.G. verpflichtet sich, die Otavi-Eisenbahnlinie bis zum 31.12.1906 fertigzustellen. Die Kosten für die 576 km lange Eisenbahnstrecke werden auf 14 725 000 Mark (25 840 Mark/km) geschätzt.
Juni Die Grenze zwischen dem Schutzgebiet und Betschuanaland wird vermessen und markiert.
Richard Volkmann unternimmt mit der aktiven militärischen Mithilfe der Römisch-Katholischen Missionare Hermandung und Nachtwey eine Strafexpedition in den Kavango. Das Dorf des Uukwangali-Königs Himarua wird dabei angegriffen. Von dort ziehen die Deutschen nach Andara, wo Pater Nachtwey mit dem Mbukushuführer Diyeve übereinkommt, dort eine Missionsstation zu gründen. Diese wird für das folgende Jahr geplant.
Trotz dieser militärischen Intervention hatte der Kavango - hauptsächlich wegen der geographischen Abgeschlossenheit des Gebietes - keine große wirtschaftliche Bedeutung für die deutsche Verwaltung. Im besonderen ist die gefährliche Zugangstraße von Grootfontein über Karakuwisa in das Gebiet des heutigen Rundu ein großes Problem. Traditionell lebte die Mehrheit der Kavango-Bevölkerung auf der nördlichen (Angola) Seite des Okavangoflusses. Die Bewohner wechseln nur auf die deutsche (südliche) Seite des Flusses, um ihre Felder zu bestellen. Als kurz nach 1900 die portugiesische Kolonialverwaltung beginnt, Forts am Okavangofluss zu errichten, ziehen 6 000 bis 7 000 Menschen von der nördlichen Seite auf das deutsche Ufer um.
Die Zeitung: Nachrichten des Bezirksvereins Windhuk wird gegründet.
06.06.
Leutwein weist das Windhoeker Amtsgericht an, dass Verzögerungen in der Ahndung von strafwürdigen Unregelmäßigkeiten auf Seiten der Händler das Leben von Europäern im Hereroland gefährden und dass Beschwerden von Seiten der Ovaherero gegen "Weiße" auch untersucht werden müssten.
20.08. Das Postamt am Kreuzkap wird geschlossen.
September Der Ovahereroführer Kambazembi vom Waterberg stirbt. Seine Söhne werden Nachfolger: David Kaonjonga Kambazembi wird der Führer vom Waterberg und Salatiel Kambazembi wird der Führer der übrigen Kambazembigebiete.
Paul Rohrbach, der für die "weiße" Besiedlung im Schutzgebiet verantwortlich ist, reist an. Er bildet eine Ansiedlungskommission mit folgenden Mitgliedern: Gottlieb Redecker, Landrentmeister Wilhelm Junker sowie die Farmer Ernst Rusch (Lichtenstein) und Hermann Rust (Ondekaremba). Rohrbach erwähnt die Farmen Hoffnung, Voigtland, Seeis (Friedrich Thalheim), Omunjereke und Claratal (beide gehören August Schmerenbeck) und Haris (Rechtsanwalt Franz Erdmann).

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Termitenhügel nahe dem Friedhof des Ovaherero-Gruppenführers Kambazembi: Waterberg: Otjozondjupa Region
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Friedhof des Ovaherero-Gruppenführers Kambazembi: Waterberg: Otjozondjupa Region
Copyright of Photos: Dr. Klaus Dierks

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Grab des Ovaherero-Gruppenführers Kambazembi: Waterberg: Otjozondjupa Region
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Grab des Sohnes des Gruppenführers Kambazembi, Salatiel: Waterberg: Otjozondjupa Region
Copyright of Photo: Dr. Klaus Dierks

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Mögliche vorkoloniale Ovaherero-Gräber: Südwestlich des Kambazembi-Friedhofes: Waterberg: Otjozondjupa Region
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01.10.
Die Otavi Minen- und Eisenbahngesellschaft (O.M.E.G.) beginnt mit dem Bau der Otavi-Eisenbahnlinie. Die Ovaherero hören mit Betroffenheit und Verwirrung von dem Projekt. Samuel Maharero weigert sich, Land entlang der Bahnlinie abzutreten.
O.M.E.G.-Ingenieure kaufen die Farm Usakos von den Gebrüdern Jansen, um eine Bahnstation und eine Eisenbahnwerkstätte zu bauen.
03.10. Leutwein erlässt eine Proklamation (auf Grund einer Verfügung des deutschen Reichskanzlers vom 23.07.1903), die den lange erwarteten Kreditbestimmungen Gesetzeskraft erteilt. Die Händler im Schutzgebiet beginnen sofort mit allen Mitteln, ausstehende Schulden einzutreiben.
13.10. Ein Postamt wird in Hasuur geöffnet.
25.10.




Ein Disput über Fragen der Gerichtsbarkeit und über das Recht, Waffen zu besitzen, bricht zwischen den Bondelswart-Nama und den Deutschen aus. Während eines gewaltsamen Zwischenfalles in Warmbad werden der Bondelswartführer Jan Abraham Christian und der deutsche Distriktschef Leutnant Walter Jobst getötet. Leutwein stellt später fest, dass Jobst einen Urteilsfehler begangen habe, Gewalt gegen Jan Abraham Christian anzuwenden. Der daraufhin ausbrechende Bondelswartsaufstand steht unter dem Befehl von Johannes Christian, der der Nachfolger von seinem älteren Bruder Jan Abraham Christian ist. Die Deutschen werden in dem Feldzug gegen die Bondelswarts von Hendrik Witbooi unterstützt. Nach dem Tode von Jobst organisiert Leutnant Georg C. Philip von der Bussche-Staddenhausen die Verteidigung von Warmbad.
Leutwein setzt eine Belohnung von 500 Mark für jeden gefangenen Bondelswart aus, der an dem Schusswechsel teilgenommen hatte, und eine weitere Belohnung von 2 000 Mark für "jeden, der den Kopf des neuen Kapitäns bringt."

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Das Grab des Bondelswart-Gruppenführers, Jan Abraham Christian (Tôasib: |Nanseb Kaib #Naoxamab), in Warmbad (Alte Werft), der gegen die Deutschen (Walter Jobst) am 25.10.1903 gefallen ist und damit den Deutsch-Namibischen Krieg, 1903-1909, einleitete
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Der Friedhof von Warmbad mit zahlreichen deutschen Kriegsgräbern des Namakrieges zwischen 1903 and 1909: Walter Jobst' Grab ist der große Grabstein im Hintergrund (1. Photo)
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01.11. Ein Postamt wird in Nauchas eröffnet.
Hauptmann Hans von Koppy sprengt die Belagerung Warmbads mit seinen Truppen.
06.11. Ein Postamt wird in Gochas eröffnet.
19.11. Buren, die im Schutzgebiet leben, bekommen das Recht, eigene Schulen mit der Unterrichtssprache Holländisch zu errichten.
21.11. Von Koppy besiegt die Bondelswarts in der Schlacht von Sandfontein, südlich von Warmbad.
04.12. Leutwein berichtet von weiteren kleineren Aufständen im Maltahöhe-Bezirk.
08.12. Das erste "Eingeborenenreservat" für die Ovaherero wird in Otjimbingwe gegründet. Weitere Reservate sind in Okahandja, am Waterberg und in Gobabis vorgesehen, kommen aber nicht mehr zur Ausführung. Der undiplomatische Verhandlungsstil des Distriktschefs von Okahandja, Zürn, gegenüber den Ovaherero über die Grenzfestlegung des Okahandja-Reservats ist wahrscheinlich einer der Gründe für den Ausbruch des Ovaherero-deutschen Krieges im Januar 1904. Im Falle der Grenzfestlegung für das Waterberg-Reservat geht Zürn soweit, die Unterschriften der Ovaherero-Führer zu fälschen. Auch dies ist ein weiterer Kriegsgrund.
09.12. Die Händler Artz und von Falkenhausen werden wegen Wucher und Misshandlung von Ovaherero zu Geldstrafen von 50 bzw. 130 Mark verurteilt.
10.12. Es findet eine Schlacht am Südostrand der Großen Karasberge statt: H. von Burgsdorff mit seinen Witbooi-Nama-Alliierten schlägt die Bondelswarts, die unter dem Befehl von Jakob Marengo und Abraham Morris stehen (Abraham Morris wird Marengos wichtigster militärischer Berater. Er hat einen schottischen Vater und eine !Gami-#nun-Mutter). Jakob Marengo setzt den Krieg in den Großen Karasbergen gegen die Deutschen fort. Leutwein und von Estorff berichten später, dass sich Marengo dabei eines unüblichen humanen Kriegsstils befleißige. Die Station Uhabis wird vom Bondelswartsführer Johannes Christian angegriffen.
Mitte Dezember Leutwein beschließt, persönlich in dem Bondelswartsaufstand einzugreifen und reist nach Keetmanshoop.
12.12. Leutnant Böttlin wird von den Bondelswarts in der Schlacht von Hartebeestmund am Oranje geschlagen. Böttlin und einige seiner Soldaten werden verwundet und werden über den Oranje auf britisches Gebiet, zur Römisch-Katholischen Missionsstation Pella, gebracht.
Leutwein mobilisiert Truppenverstärkungen aus Omaruru, um einen Zweifrontenkrieg gegen die Bondelswarts zu beginnen. Eine Nordfront wird unter dem Befehl von Hauptmann Joachim von Heydebreck in Groendorn (auch Wasserfall genannt), westlich der Großen Karasberge, geplant. Die Südfront wird am Oranje unter dem Befehl von Hauptmann Johannes von Fiedler festgelegt. Der Aufbau der zwei Fronten kann wegen des Ausbruchs des Großen Widerstandkrieges der Ovaherero gegen die deutsche Kolonialmacht im Januar 1904 nicht mehr ausgeführt werden.
Ende Dezember Samuel Maharero beschließt, die Waffen gegen die deutsche Kolonialmacht aufzunehmen. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass es auf der Ovahereroseite keine Absicht gibt, den bewaffneten Aufstand gegen die Deutschen zu wagen, sondern dass der Krieg durch das provozierende Auftreten der deutschen Siedler und im besonderen durch das aggressive Verhalten des Distriktschefs von Okahandja, Zürn, ausgelöst wird. Die Ovaherero sind gut bewaffnet, und eine frühe gute Regenzeit begünstigt den Kampf gegen den deutschen Kolonialismus. Leutwein schätzt später, dass die Ovaherero zu diesem Zeitpunkt zwischen 7 000 und 8 000 Männer unter Waffen haben (mit 2 500 Gewehren).

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Samuel Maharero und Julius Maharero (links), Okahandja, 1895
Namibia National Archives

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Reste des deutschen Forts in Warmbad, die 1913 als die gegenwärtige Polizeistation restauriert wurden: Das Fort diente als Hauptquartier für Leutnant Walter Jobst, der im Oktober 1903 während des Bondelswart-Aufstandes den Tod fand. Es wurde mehrere Male von Marengos Streitkräften in 1903 und 1904 vergeblich belagert
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Garnisonshospital mit dem Ärztehaus in Warmbad
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[Inhaltsverzeichnis]

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